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Dienstag, 20. August 2013, 00:00 Uhr

Heute ist „Earth Overshoot Day“

Verbrauch > Ressourcen

Jedes Jahr wird von der Umweltorganisation „Global Footprint Network“ ein Tag errechnet, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen eines ganzen Jahres erschöpft hat. Wir haben überlegt, wo wir sparen (könnten).
Der „Earth Overshoot Day“ hat zwar mit Schießerei nichts zu tun, trotzdem ist die Angelegenheit nicht weniger beunruhigend. Im Prinzip geht’s dabei um uns, unsere Verschwendungssucht und die knappen Ressourcen unserer Erde.

Heute, am 20. August, haben wir bereits so viele Ressourcen verbraucht, wie die Erde in einem ganzen Jahr regenerieren kann. Nochmal im Klartext: Wir haben in acht Monaten aufgebraucht, was die Erde für zwölf Monate geplant hatte.

Das Erschreckende daran ist, dass der „Earth Overshoot Day“ jedes Jahr näher in Richtung Jahresanfang rückt.

1993 ist er auf den 21. Oktober gefallen.
2003 war es der 22. September.
Der Trend sollte allen klar sein.

Momentan bräuchten wir umgerechnet 1,5 Erden um unseren aktuellen Bedarf zu decken - ohne dass es der Erde schadet. Und da sind wir sogar noch gut dabei: Die Amerikaner bräuchten momentan sogar 5 Erden.

Wer mal seinen eigenen Verbrauch checken möchte, kann das auf der Seite des Footprintnetwork tun.

Auch wir bei egoFM haben überlegt, wo und wie wir selbst dem Negativtrend Einhalt gebieten können.

Max [Moderator]



Ich bin bisschen erschrocken, als ich mir meinen persönlichen Footprint angesehen habe! Mehr Fahrradfahren lautet meine Lösung. Und das ziehe ich bereits eisern durch: #egalbeiwelchemwetter #radelnimregen #ohneschutzblech

Lola [Moderatorin]



Ich spare Licht. Um ehrlich zu sein liegt das nicht primär daran, dass ich so ein Gutmensch bin, sondern eher daran, dass ich es nicht gerne so hell mag. Deswegen ist in meiner Wohnung höchstens eine kleine Dimmer Stehlampe an, oder ich habe (gerade im Winter) einfach nur Kerzen an. Und auch meine Heizung ist im Winter nicht im Dauereinsatz. Oft ziehe ich einfach gerne meine kuscheligsten Klamotten an, inklusive meiner Drachen Hausschuhe, und schon kann man sich die Heizung zumindest zum Teil sparen.

Susi [Moderatorin]



Ich würde tatsächlich auf Fleisch verzichten. Gerade nach der Riesen-Diskussion um den Veggie-Tag in Kantinen habe ich mir Gedanken gemacht. Ich bin nicht der klassische Vegetarier – ich esse gerne Fleisch, trotzdem möchte ich bewusster damit umgehen. Die Fleischproduktion nimmt utopische Ausmaße an – damit ist sie einer der Hauptindikatoren der Klimaerwärmung, die teilweise katastrophale Tierhaltung steht außer Frage… also gebe ich mir Mühe, seltener Fleisch zu essen und nur da zu kaufen, wo ich weiß, wo es herkommt – bei einem Hofmetzger in meiner Region. Im Discounter kaufe ich selten Fleisch – da hilft auch das Bio-Siegel nix… Wenn es also eng wird mit den Ressourcen, fände ich es nicht schlimm, ganz auf Fleisch zu verzichten. Und wenn jetzt die Protein-Liebhaber aufschreien: Heuschrecken sollen auch ganz lecker sein ;)

Julia [Moderatorin]



So eine Meldung ist wirklich unheimlich. Gottseidank bin ich quasi auf einem Fahrradsattel groß geworden, und diese Liebe zum Radeln habe ich mir bis heute beibehalten. In die Arbeit, zum Sport und zum Weggehen - ich nehme immer das Rad. Dank meinen Freunden und Eltern bin ich bestens ausgestattet - ich besitze alles von einem Fellsattel bis hin zum Regencape. Fehlen eigentlich nur noch die Kufen für den Winter. Falls ich doch mal größere Anschaffungen habe, dann suche ich mir einfach ein Mietauto in meiner Nähe. Das ist wirklich praktisch und ich muss mir keine Gedanken über Versicherungen, Tankrechnungen und TÜV-Prüfungen machen.

Anna [Online-Redaktion]



Ich verzichte auf unnötig viel Make-Up. Ein bisschen Wimperntusche und die Sache passt. So wird dann zumindest etwas am kostbaren Öl gespart, das für die Produktion draufgeht. Und denke mal einer an den ganzen anderen Schmarrn, der da drin ist! Wenn es dann ganz hart kommt, kann ich auch komplett auf Markentusche verzichten. Dann wird halt wieder die Kohle ausgepackt. Wie Mama sie damals benutzt hat. Oder war's die Oma?

Ronja [Praktikantin]



Obst, Gemüse und Milch vom Bauern um die Ecke - das wäre mein Traum. Da das in der großen Stadt nicht geht, versuche ich, auf verschiffte Lebensmittel aus Übersee so weit es geht zu verzichten und stattdessen Gemüse und Obst aus der Region zu kaufen. Und ich lasse, wenn möglich, die Finger von Grün- und Rotzeug, das gerade nicht Saison hat. Denn Einlagern ist klima- und energietechnisch ja auch nicht so toll. Die Energie, die ich beim Obst- und Gemüsekauf "einspare", hau ich aber leider beim Rollerfahren wieder raus. Das Radel gewinnt diesen Konkurrenzkampf nicht immer...

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Bildquelle: barbourians | Flickr