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zuckeruhr_anna
Sonntag, 19. Juni 2016, 00:00 Uhr

Kindheitserinnerungen #05: Zuckerperlenuhren

Anna bloggt

Unsere Moderatorin Anna stellt euch jede Woche einen Gegenstand aus ihrer Kindheit vor, den sie nun dank ihrer Tochter neuentdeckt. Dieses Mal: Zuckerperlenuhren.

Diese Woche erinnere ich mich gleich an zwei Dinge aus meiner Kindheit. Denn meine kleine Romy war die Tage auf einem Kindergeburtstag eingeladen und kam mit einer Geschenketüte nach Hause. Völlig vergessen: als Gast auf einem Kindergeburtstag wurde man auch selbst immer beschenkt! Wo ist denn dieser Brauch im Erwachsenenalter hin?! Er ist dem Freibier und dem Prosecco gewichen. Nun gut.

In dieser Tüte war – neben obligatorischen Gummibärchen, einem Ring und einem Pixiebuch – eine Uhr. Keine echte. Keine aus Plastik. Sondern eine aus bunten Zuckerperlen, aufgefädelt auf ein Gummiband mit großem Zuckerziffernblatt.

Und da war sie, die Erinnerung. Genau diese Uhren gab es früher immer auf der Kirmes, auf dem Rummel, auf der Mess' oder wie auch immer das heißt. Für 30 Pfennig gab's die Uhr, für 50 Pfennig das Pendant dazu, die Halskette. 

Kaum angezogen, wurde dran geknabbert, bis am Ende nur noch das Ziffernblatt und das Gummiband übrig waren. 

Das allerdings, weiß Romy nicht. Dass man die Uhr essen kann. Denn ihre clevere Mutter nimmt so dem Zuckerschmuck jeglichen Reiz und kann sie am Ende selbst verdrücken, ohne dass das Kind sie auch nur ansatzweise vermisst.

Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr überlege ich, an meinem nächsten Geburtstag auch Geschenketütchen zu verteilen. Um dann genau DIESE Dinge reinzupacken, die früher drin waren: Schleckmuscheln. Brausestäbchen. Saure Schnüre. Diese großen bunten Kugeln, die man lutschen musste, bis sie am Ende ein Kaugummi wurden. Und Zuckerperlenarmbanduhrendiemanessenkann. Natürlich.

Woran erinnert ihr euch gerne zurück? Erzählt mir davon: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.