egoBlog
davidbowie_k_tjaaa_flickr
Montag, 19. September 2016, 00:00 Uhr

Die David Bowie Gedenktafel wurde geklaut

Anna sagt: Das geht doch aufs Karmakonto!

egoFM Anna macht sich Gedanken um das Karmakonto des Flegels, der die David Bowie Gedenktafel geklaut hat. Dabei zieht sie Bilanz ihres eigenen Guthabens und will von euch wissen: Habt ihr schon mal so eine richtige Karmaklatsche bekommen?

David Bowie hat von 1976 – 1978 in Berlin Schöneberg gelebt und hat in Interviews immer wieder betont, dass ihn diese Stadt zu den Alben „Heroes“, „Low“ und „Lodger“ inspiriert hat. Als er im Januar diesen Jahres gestorben ist, haben Fans deshalb eine Gedenktafel an dem Berliner Haus angebracht, in dem er in den 70ern gelebt hat.

Und diese Tafel wurde am Samstag geklaut – niemand weiß von wem. 

Mal ehrlich: Sowas geht doch aufs Karmakonto! Nicht nur die Buddhisten und Hinduisten glauben, dass man in diesem (oder nächsten) Leben alles zurückbekommt: Ich bin fest davon überzeugt!

Und noch ehrlicher: Mein Karmakonto ist auch nicht mehr leer:

Wir schreiben das Jahr 1999 – nach meinem Abi bin ich als Au Pair nach Chicago geflogen und fand es SCHRECKLICH! Warum, spielt an dieser Stelle jetzt mal keine Rolle – nach sechs Wochen habe ich den Entschluss gefasst, hinzuschmeißen. Dank meines flexiblen Rückflugtickets war es kein Problem, unbeobachtet einen Rückflug zu buchen. Und weil ich mit 19 Jahren eine verantwortungslose, feige Nuss war, bin ich einfach geflogen. Einfach so. Habe meine vierköpfige amerikanische Vorstadtfamilie sitzen lassen. Eine Notiz auf dem Küchentisch sollte reichen, dachte ich. Heute werde ich rot, wenn ich nur daran denke.

Zurück zuhause gab's den ersten Karmaschlag: Mein Kinderzimmer wurde von meinen Eltern bereits in ein Gästezimmer umgestaltet, weswegen ich im Arbeitszimmer schlafen musste. Und meine Mutter hat zwei Wochen lang nicht mit mir gesprochen (warum, weiß ich ehrlich gesagt bis heute nicht). 

Das Schlimmste aber: Ich habe ganz lange niemandem erzählt, dass ich einfach abgehauen bin. Sondern irgendwas von wegen „Wir haben lange darüber gesprochen und gemeinsam beschlossen, dass ich nach Hause fliege. Natürlich wurde das ganz genau geplant und natürlich wollte ich meine Gastfamilie nicht einfach hängen lassen. Einfach abhauen? Iiiiich? Neeeeein!!“. 

Bis heute bin ich von jeglichen Karmaohrfeigen einigermaßen verschont geblieben, aber ich bin sicher, da kommt noch was. Wenn ich Glück habe, nicht in diesem Leben (denn an die Sache mit der Wiedergeburt glaube ich nicht so wirklich ….)