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Sonntag, 13. November 2016, 00:00 Uhr

Kindheitserinnerung #19: Laternenumzug

Anna bloggt

Unsere Moderatorin Anna stellt euch jede Woche etwas aus ihrer Kindheit vor. Dieses Mal: Laternenumzug.

Alle Eltern von Kita oder Kindergartenkindern werden wissen, wovon ich rede wenn ich sage: Die letzten Wochen waren geprägt von Vorfreude auf diesen einen großen Tag! Der Tag, an dem Sankt Martin seinen Mantel teilt, um den armen Bettler im Schnee zu wärmen.

Vor ungefähr vier Wochen ging das bei uns im Kindergarten los … da wurden die ersten Ideen für Laternen besprochen, Laternen bemalt, gebastelt, zum Trocknen auf die Heizung gelegt … und parallel eine Aufführung geprobt, von der Romy immer sagte:

Nee Mama, das ist eine Überraschung für die Eltern, da darf ich nix verraten.
Nur so viel: Sie sollte bitte in schwarz kommen. O k a y.

Donnerstag war es dann soweit – Romy stand schon morgens um sechs senkrecht im Bett, bereit für den Martinsumzug … es gab eine Aufführung mit Leuchtfarben im Schwarzlicht (deshalb in schwarz) und Musik, anschließend Buffet und natürlich einen Martinsumzug mit Fackeln und Laternen und Martinsgänse, die wir am nächsten Morgen zum Frühstück gegessen haben.

Mal abgesehen von den ganzen To Dos der letzten Tage wurde mir mal wieder bewusst, wie wahnsinnig Kinder sich auf etwas freuen können. Wie stolz sie sind, dass die das Sankt Martin Sankt Martins Lied, oder „Ich geh mit meiner Laterne“ auswendig können und dass nichts zählt, außer diesem einen großen Tag.

Klar, wir Erwachsene freuen uns auch – aber die Zeit, in der wir noch nicht wussten, dass es das Christkind gar nicht gibt oder Mama die Ostereier versteckt und nicht der Osterhase, die war schon sehr besonders.

Vor ein paar Tagen sagte Romy zu mir:

Weißt du Mama, den Sandmann gibt’s gar nicht wirklich. Der ist nur gemalt fürs Fernsehen. Aber die Pippi und die Lotta aus der Krachmacherstraße, die gibt’s wohl.
Ja, Romy, die gibt’s. Im Geheimen.