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Dienstag, 13. August 2013, 00:00 Uhr

egoBlog: SonneMondSterne 2013

Sonne, Mond und... Katermukke!

Was ein Fest! Mehr als dreißigtausend partywütige Elektro-Fans feierten am vergangenen Wochenende beim Festival SonneMondSterne // SMS X7 am Ufer des Bleilochstausees bei Saalburg-Ebersdorf. Mittendrin: EGO FM-Hörerin Kathrin Lucia aus München, die glückliche Gewinnerin der beiden EGO-FM-Tickets. Mitgebracht hat sie neben einem Ganzkörpermuskelkater auch ganz nette Bilder von der größten deutschen Elektro-Beachparty.


Mein Fazit eines völlig durchgeknallten Wochenendes:

Als ich Montagmorgen beim Zähneputzen meine rechten Arm bewege, wird mir schmerzhaft vor Augen geführt, was ich am letzten Wochenende getan habe: Bis in den letzten Splitter meiner Schultern spüre ich den fiesen „Put your hands up in the air“-Muskelkater vom euphorischen SMS-Getanze – eine bittersüße Hinterlassenschaft ans beste Elekro-Festival ever...



Freitag: Nach der langen und staureichen Autofahrt von München an den Saalburg Beach und fixer Reviermarkierung durch Zeltaufbau heißt es für mich und meine Partyfreunde endlich: Glück ist, wenn der Bass einsetzt und das erste Bierchen sitzt! Auf die satten Getränkepreise, die auch locker an die Wiesn herankommen, brauch ich erst mal nen Drink! Na da heißt’s dieses Wochenende wohl wieder fleißig Pfandbecher sammeln, was sich zu späterer Stunde als segensreiche Idee erweisen soll und noch das ein oder andere Erfrischungsgetränk mehr springen lässt. So eine SMS-Nacht ist doch lang und kann durchaus ins Geld gehen... Doch erst einmal muss ich das drängendere Problem mit den vielen „To listen“-Kreuzchen auf meinem Festivalplan klären: Lexy & K-Paul, Chase &Status, Boys Noize und Felix Kröcher warten am Freitagabend auf der Mainstage, während parallel auf den kleineren Bühnen ebenso nicht zu verachtende Sets wie das von Moonbootica, Dominik Eulberg, Mathias Kaden, Niconè und Sascha Braemer, Oliver Koletzki, Wankelmut oder Kellerkind abgehen. Ich entscheide ganz einfach, mich musikalisch dorthin treiben zu lassen, wo mich der Beat hinzieht und statt der altbekannten Sternchen am Elektro-Himmel auch mal ein paar Schnuppen zu besuchen, die man zumindest auf deutschem Boden nicht so oft zu hören bekommt: Im wahrsten Sinnen des Wortes völlig von den Socken haut mich dabei zu späterer Stunde der House-Dubstep-Beat von Knife Party, die ich auf dem SMS zum ersten Mal live höre. Barfuß tanzen wir danach vorm Katermukke-Zelt mit dem Set von Jens Bond direkt am SMS-Beach in den Sonnenaufgang... Ich wünsch mir glatt, an einem anderen Tag zu sterben...



Samstag: Pommes und Red Bull zum Frühstück und der Tag kann starten. Unbezahlbar sind die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, das Beach ist voll mit Strandschläfern, die es herzlich wenig zu stören scheint, dass um sie herum noch die Party tobt. Nachdem die erste Nacht durchfeiert ist (an Schlaf ist beim Dauer-Unz-Unz der Bässe nicht zu denken!), setzt am Samstag sowas wie die Gewöhnungsphase ein: Der erste Müdigkeitstiefpunkt ist überwunden, wir genießen den nun einsetzenden Adrenalin-Ausstoß des Körpers, der seine letzten Energiereserven anzapft, um mit uns gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die zum SMS einfach fehl am Platz ist. Man gewöhnt sich an die verstrahlten und feierwütigen Menschen, die von überall her aufs Festival strömen und selbst der Besuch der ständig überfüllten Dixie-Klos kosten nicht mehr soviel Überwindung wie am ersten Tag. Nach einem Sprung ins kühle Nass des Stausees ist Tanzen und Chillen in Bikini und Shorts angesagt. Ich muss sagen, dass es sich eher anfühlt wie Bora Bora auf Ibiza als Thüringen-Saalburg. Auch der Versuch, sich hier noch ein paar Stunden Schlaf zu gönnen, erweist sich als Flop, zu verlockend das sonnige Wetter und das fette DJ-Line-Up, das auch am Samstagabend kein Tanzschwein still stehen lässt. Ja richtig – Tanzschwein, denn so animalisch wie auf den Dixieklos geht’s auch auf dem Dancefloor zu... Da wird gebaggert, geflirtet und geknutscht bis sich die Boxen biegen... Love is in the air, everywhere I look around...



Sonntag: Mit UNZ UNZ UNZ endet meine Nacht... und beginnt nach gefühlten 20 Minuten Schlaf auch der nächste Morgen wieder... Auch nach zwei Nächten ist es kein Dezibel leiser am Campingplatz, ganz im Gegenteil, die Partymeute scheint nochmal richtig aufzudrehn. Und so steigen wir tanzend aus dem Zelt und bauen im Takt der Elektro-Beats unsere kaum genutzten Schlafdomizile wieder ab. Byebye, liebes Sonne Mond Sterne 2013, du bist so wunderbar... Ich freu mich auf ein weiteres Rendevouz mit dir – und zwar im nächsten Jahr!



Kathrin ist Freie Journalistin und Bloggerin bei talk-around-the-world.
Für uns berichtet sie vom 17. SonneMondSterne Festival.



Die besten DJ-Sets vom SonneMondSterne 2013