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Dienstag, 25. Juli 2017, 00:00 Uhr

München 089

Ein Film für und über die Facetten Münchens

Oft berichten Medien nicht sehr positiv gesonnen über München. Und auch sonst findet eigentlich jeder München total beschissen. Aber wie schlimm ist die Metropole denn wirklich? Ein Film soll aufklären, dabei aber alles andere als schmeicheln.

München – die Stadt der Reichen und Schönen. Die Fußgängerzonen sind penibel gesäubert, man findet keinen Kippenstummel zwischen den Bodenplatten, teure Lokale und Hotels links und rechts. Drinnen: Bussi hier, Bussi da. Danach noch auf ein Flascherl Schampus ins P1. Das ist das Bild, das die meisten Außenstehenden von der bayerischen Landeshauptstadt haben. Sie gilt als versnobbt und arrogant, mehr oder weniger wichtige Menschen scheinen hier zu wohnen. Dieser Ruf eilt München nun schon seit Jahrzehnten nach - eine Stadt für die, die es geschafft haben. Und tatsächlich: München gehört zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Städten und die Arbeitslosenzahlen sind hier so gering wie nirgendwo anders. Doch München ist viel mehr als nur die Stadt für die, die meinen, ein großer Fisch zu sein.
Auch hier gibt es viele normale Menschen, die sich dafür einsetzen München in das Licht zu stellen, das die Stadt von seiner ehrlichsten Seiten zeigt. Fernab von Schickimicki und BussiBussi.

Philipp DettmerEiner von ihnen ist Philipp Dettmer (zu sehen links auf dem Bild). Er ist seines Zeichens Münchner und Filmemacher und leistete 2015 einen wichtigen Beitrag zur Münchner Filmgeschichte. Mit seiner Dokumentation Nightsessions begleitete er vier Skater aus München durch die Nacht und zeigte damit eine ganz andere Facette der Stadt.
Er möchte München ein wenig entschleunigen und auf seine wahren Werte zurück besinnen, zeigen was es zu bieten hat, wenn man mal unter die Fassade schaut.
Nach seinem preisnominierten, ersten Film möchte Dettmer aber jetzt noch einen Schritt weiter gehen und sich aktiv mit Münchens Image befassen und ihm einen audiovisuellen Spiegel vorhalten. Ziel dabei ist es nicht unbedingt, von jetzt auf gleich eine Lawine loszutreten oder die Stadt bloßzustellen, sondern eher einen mittelstarken Denkanstoß in Form eines Filmes zu geben. In alter Karl Valentin-Manier könnte man sagen.

Über den konkreten Inhalt des Films möchte der Filmemacher noch nichts verraten, aber so viel sei gesagt: man darf wieder mit etwas ganz Besonderem rechnen. Dettmer vertraut bei der Besetzung der Rollen nicht explizit auf professionelle und ausgebildete Schauspieler. Sein Wunsch ist es, sowohl mit Hobbyschauspielern zu arbeiten, beziehungsweise mit Leuten die keinerlei Dreherfahrung haben und sich mal ein bisschen über München beklagen wollen.

Dabei kommt ihr egos ins Spiel: ihr könnt euch für eine Rolle in Philipp Dettmers neuem Film München 089 bewerben. Dafür müsst ihr lediglich eine Mail mit einem Foto von euch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken oder via Facebook bei Dettmer melden.