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batemane
Mittwoch, 15. November 2017, 13:00 Uhr

Studie: Psychopathen hören Justin Bieber

egoHörer sind also keine

Wir zeigen dir, wie du anhand des Musikgeschmackes tolle, umgängliche und smarte Menschen erkennst.

Nun ist es so weit: Das dritte Date ist vorbei und eigentlich lief ja bisher alles ganz in Ordnung. Doch ihr seid euch immer noch nicht ganz sicher, ob euer gegenüber wirklich der tolle Mensch ist, den er vorgibt zu sein? Was ist denn, wenn sie/er doch insgeheim einen kleinen Psychopathen in sich trägt? Die Antwort scheint verblüffend einfach: Wirf einen Blick in des anderen Musiksammlung. Sollte man dort an prominenter Stelle Tracks wie „No Diggity“ von Blackstreet , „Lose Yourself“ von Eminem oder Justin Biebers „What Do You Mean“ finden, deutet dies womöglich auf ein Problem hin - ja, ein wesentlicheres Problem als das bloße Auftauchen das Namen Justin Biebers. Denn dann ist der neue potenzielle Schnucki, mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit, nämlich ein Psychopath.


Das sagt zu mindestens die Wissenschaft, genauer gesagt, die Psychologie Abschlussarbeit von Nicole Leal der New York University. Der Aufbau dieser Studie ist recht simpel: Sie spielte 190 Probanden 100 Songs verschiedener Genres vor, die diese auf einer siebenstufigen Skala bewerten mussten. Gleichzeitig wurde noch ein Fragebogen ausgefüllt, der auf das Ausmaß von Psychopathie in der Persönlichkeit erfasste. 20 Songs wurden identifiziert, die abhängig von der Psychopathie besonders populär oder unpopulär waren. Das Gegenstück zu den oben genannten Songs bildet zum Beispiel "Money for Nothing" der Dire Straits.

"Ja aber, aber, aber Korrelation bedeutet ja nicht immer gleich einen kausalen Zusammenhang!" Richtig gedacht, du hast wohl beim Grundkurs Methodologie gut aufgepasst, also setz dich wieder, bekommst einen Fleißsternchen von uns. Hier kommt der Dreh der Studie: Diese 20 selektierten Songs wurden dann wieder neuen, frischen Probanden vorgespielt, bei denen durch die Bewertung des Songs zuverlässig vor raus gesagt werden konnte, ob diese Menschen psychopathisch veranlagt sind. Als Psychopathen definiert man Menschen, die weniger Empathie für andere empfinden und dazu neigen, ihre Mitmenschen manipulieren zu wollen.

Trotzdem sind die Ergebnisse dieser Studie noch mit Vorsicht zu genießen, denn sie wurden noch nicht in einem Forschungsmagazin publiziert, welches von anderen Forschern des selben Bereiches gegengecheckt wurde – Kenner nennen das dann „peer reviewed“.

Aber festzuhalten gilt: Da wir keinen der fieseren Psychopathensongs bei uns spielen, sollten egoFM Hörer hoffentlich super tolle, umgängliche Menschen sein.

Wem nicht psychopathisch veranlagt sein nicht genug ist, und man auch noch auf Intelligenz abfährt, sollte vielleicht mal in ein Äuglein auf die Seite mit dem passenden Titel "Music that makes you dumb" werfen. Die Lieblingskünstler US amerikanischer Studenten wurden hier mit ihren Abschlussnoten korreliert- schön anzusehen in dieser Grafik. Die gute Nachricht: Auch hier kommen egoHörer wieder gut aus der Affäre, denn zu den am schlauesten machenden Artists gehören so egoFM Lieblinge wie Sufjan Stevens, Bob Dylan und The Shins. Wenn du aber dir gerne mal Beyonce, T.I oder Lil Wayne durch die Kopfhörer ziehst, dann haben wir schlechte Nachrichten für dich.

egoHörer sind also nicht nur unfassbar gute Menschen, sondern auch noch unheimlich schlau. Aber das wussten wir ja eh schon. 



Bildquelle: American Psycho von Paul Stein | cc by-sa 2.0