Entdeckt
collage Olympia
Freitag, 09. Februar 2018, 00:00 Uhr

Kondome, Eier, Scheiße, kalt

Vier Wörter, Ein Dorf

Die Olympischen Spiele hatten noch nicht einmal begonnen, doch schon war die Kacke am dampfen. Den Olympioniken geht buchstäblich der Arsch auf Grundeis, es gibt zu viele Eier und zu wenig Kondome.

Gummi-GateDiese Situation dürfte den meisten vertraut sein: Der Partner, beziehungsweise die Partnerin der Wahl ist da, der Abend läuft richtig gut und die Hormone führen beide Parteien immer weiter in Richtung Horizontale. Der Griff ins Kondomlager geht allerdings ins Leere.
Otto Normalverbraucher kann nun versuchen, das letzte Bisschen Stimmung bis zu seiner Rückkehr aus der Apotheke, dem Kiosk oder der Kneipentoilette um die Ecke aufrecht zu halten.

Den Olympioniken widerfährt gerade Ahnliches. Nur sitzen die in einem hermetisch abgeriegelten Areal in Südkorea. Dem olympischen Dorf sind die Kondome ausgegangen.
Dass es dort schon mal heiß hergehen soll, ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Verhütung ist wichtig, das wissen auch die Sportler. Deshalb werden seit einigen Jahren extra Körbchen voller Verhüterli in den Toiletten zur Selbstbedienung aufgestellt. Was aber tun, wenn bereits vor dem ersten Wettkampftag die Vorräte erschöpft sind?

Rennrodler Andi Langenhahn (Deutschland) fand laut eigener Aussage jedoch bereits vor Wettkampfbeginn lediglich leere Körbchen vor. Nein, vergessen hat hier niemand, die Körbchen zu füllen. Die Kondome sind einfach bereits vergriffen. Eine kurze Statistik:

Kondome haben Tradition im Dorf. Während der Sommerspiele in Rio 2016 wurden 450.000 an 10.500 Athleten vergeben, das sind im Schnitt 43 Kondome pro Sportler. Das australisches Team soll sich damals sogar ihren eigenen Vorrat  mitgebracht haben. Da waren die australischen Privatverhüterli also noch nicht mal mitgezählt.

2018 sind es nur noch 110.000 Kondome, im Schnitt 38 Präservative pro Sportler. Fünf weniger als noch vor zwei Jahren. Klingt zwar immer noch nach genügend Gummi für 16 Tage Wettkampf. Man muss jedoch bedenken, dass die Kondome nicht exklusiv den Sportlern zur Verfügung stehen.



Alle Dorfbewohner, also auch Physios, Trainer, etc. müssen damit haushalten. Das heißt es kommen weit weniger als 38 Kondome auf einen Dorfbewohner.

Liegen die Ursachen nun eher beim (zu) vielen Sex oder wird hier optimistisch auf Vorrat gebunkert? Angeblich sollen Kondome auch gerne als beliebte Souvenirs eingesteckt werden. Dieser Erklärungsversuch wirkt eher wie eine zweifelhafte Ausrede. Bereits 2012 gab Kretzschmar bekannt, dass das ein oder andere Techtelmechtel zwischen den Sportlern durchaus Usus ist.


Durchfall im DorfZu allem Überfluss (pun not intended) ist im Olympiadorf auch noch der Durchfall ausgebrochen. Noro-Virus heißt der Übeltäter und verbreitet gerade Panik unter den Sportlern. Von denen hat sich zwar zum Glück noch keiner angesteckt, die Zahl der Infizierten stieg in den letzten Tagen allerdings rapide an. Laut Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention sind 86 Personen derzeit in Behandlung. Ob da ein Zusammenhang mit der Kondomkrise besteht? Schützen kann man sich vorm Virus jedenfalls nicht durch den Gebrauch eines Präservativs. Eine Ausbreitung auf Athleten soll in jedem Fall verhindert werden. Die Anweisungen lauten zusammengefasst: Keine Panik, Hände waschen, genug Schlaf und “nichts dummes tun”. Der letzte Punkt zielt in verdächtiger Weise wieder auf die Geschichte mit den Kondomen ab. Naja, in jedem Fall ToiToiToi (Wortspiel ebenfalls nicht beabsichtigt).


Ganz schön kalt bei den WinterspielenGrundtenor nach der Ankunft der Athleten in Pyeonchang: ganz schön kalt hier. Sollte ja aber soweit kein Problem sein, denn damit hätte man rechnen können bei den olympischen WINTERspielen. Ja gut, bei -11 bis -18°C an manchen Wettkampfstätten haben es schon in sich. Da kann es schon ganz schön an die Substanz gehen und diese Werte wurden bei Sonnenschein gemessen. Ein Richtwert ab dem einzelne Disziplinen bei vergangenen Winterpielen bereits abgebrochen wurden liegt bei -20°C und die sind bei dem starken Wind in und um Pyeonchang ganz schnell erreicht.

Der Sportdirektor des deutschen Alpin Ski Teams sieht die Situation aber ganz gelassen. “Wir sind schon bei minus 33 Grad gefahren. So kalt wird es nicht werden", sagte er bei Spiegel Online. Eine erste Hürde für die Athleten wird die anderthalbstündige Eröffnungszeremonie. Der japanische Skisprung-Altmeister Noriaki Kasai will sich auf besondere Art und Weise darauf vorbereiten.  "Ich werde Wärmepflaster an meinem gesamten Körper tragen müssen", sagte der 45-Jährige.


Nordkorea marschiert in Südkorea ein Die nordkoreanische Delegation ist am Mittwoch im verfeindeten Süden angekommen. Neben den zu erwartenden Protesten verlief die Ankunft friedlich. Neben Journalisten und Funktionären reisten auch insgesamt 229 Cheerleader, ausgewählt nach gutem Aussehen, Jugendlichkeit und Loyalität zur kommunistischen Staatspartei nach Pyeonchang. Sie wollen das mit 22 Athleten sehr kleine nordkoreanische Olympiateam unterstützen. Allerdings sollen die Cheerleader auch Athleten aus dem Süden, sowie das gemeinsame Frauen-Eishockey Team mit Sportlern aus beiden Teilen Koreas anfeuern.


Egg. Vi trenger Egg!Es ist doch jedem von uns schon mal passiert. In manchen Situation lässt uns die sonst so treue Technik im Stich, so erging es den Köchen des norwegischen Olympiateams, die wollten 1500 Eier bestellen, angekommen sind dann aber ein paar mehr. 15.000 um genau zu sein.

Screenshot zu viele Eier


Phallus-MaskotchenDazu muss man eigentlich gar nichts mehr sagen, seht selbst...

Screenshot Maskotchen


Bildquellen: "ROFLCondom" von Steven Isaacson | flickr | CC BY-SA 2.0
"Muck Pit" von darkday | flickr | CC BY 2.0
"Eggs" von oerenhard1 | flickr |
"Icicles" von Timo Newton-Syms | flickr | CC BY-SA 2.0
"Box of Condoms" von Writing On The Mall | flickr | CC BY-SA 2.0