Entdeckt
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Mittwoch, 26. Februar 2014, 12:00 Uhr

Gema vs. YouTube

Der Sperrtafelclinch

Die Sperrtafeln auf YouTube kennen wir alle. Doch wegen jenen Sperrtafeln fühlte sich die GEMA von YouTube ungerecht behandelt und klagte gleich mal. Nun gibt's ein Urteil.


Dieses Bild ist uns nur zu gut bekannt. Wir freuen uns auf ein neues Lied oder ein Video, das uns Freunde aus anderen Ländern mal eben rüber geschickt haben und dann zack: Die Sperrtafel wird eingeblendet. Zugang verwährt. Danke. Das betrifft angeblich ganze 3649 Videos. Jetzt liegt die Frage nicht weit, bei wem wir uns dafür ironischerweise bedanken sollen.

Die Vermutung, dass die GEMA dahinter steht, ist laut dem weißen Text auf schwarzem Grund naheliegend. Das soll sich in Zukunft aber ändern. Der GEMA reichte es damit, bei Privatpersonen durch YouTube angeschwärzt zu werden weil dadurch ein falsches Bild vermittelt werde: Die GEMA räume angeblich keine Rechte ein. Das ist bei desen paar tausend Videos nämlich gar nicht der Fall, vielmehr sind es konkret zwölf Videos, die mittels eines Musterverfahrens auf YouTube gesperrt worden sind. Die restlichen sind zur Vorsorge durch YouTube selbst gesperrt worden. So. Verständlich soweit? 

Stimmungsmache gegen GEMA auf YouTube, das ist der Vorwurf. Man wolle doch nur die Künstler schützen und Lizenzgebühren von YouTube einfordern. YouTube zahlt aber keine Lizenzgebühren und kassiert durch die Musik Werbeerlöse. Einerseits werde dafür geworben, sich lizenzfrei an jeglichen Inhalten bedienen zu können und andererseits sperre man dann manche Videos irgendwie willkürlich, ohne dass die GEMA sich beschwert hätte. Die Sperrtafeln führen also in die Irre. Genau deshalb ist der Urheberrechtschützer vor das Landesgericht München gezogen.

Jetzt gibt es dazu das Urteil: Die Tafeln mit dem unzufriedenen Smiley seien eine "absolut verzerrte Darstellung der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen den Parteien zu Lasten der GEMA“. Aha. Irgendwie witzig. Dann wird YouTube sich jetzt einen anderen Text einfallen lassen müssen. Dennis Horn hat sich schon was überlegt. Möglicherweise könnte es dann so aussehen: 

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Bildquellen:
Youtube
Dennis Horn | Twitter