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Donnerstag, 13. März 2014, 14:40 Uhr

Kommunalwahl

Bayern wählt

Unser Mitbestimmungsrecht an den wichtigen Sachen dieser Welt kommt am Sonntag wieder zur Geltung. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Wir kennen das. Samstags feiern gehen und am nächsten Tag ganz entspannt ohne Wecker aufwachen. Da blendet man gerne mal alles aus und hat Lust, einfach nur gepflegt rumzuhängen. Jetzt kommt uns aber was dazwischen: Am Sonntag finden die Kommunalwahlen statt. Allen, die daran noch gar keine Gedanken verschwendet haben, sei jetzt und hier geholfen.

Was passiert bei den Kommunalwahlen?


Wir schmeißen in Bayern (das Wahlrecht unterscheidet sich in manchen Bundesländern) vier Zettel in die Boxen, aus welchen dann der (Ober)bürgermeister, der Landrat, die Zusammensetzung der Stadt- oder Gemeinderäte sowie die Zusammensetzung der Kreistage ermittelt wird.

Wie wählen?


Wie oben aufgelistet, hat man zu jeder Kategorie einen verschiedenfarbigen Zettel.
Für den (Ober)bürgermeister und den Landrat hat man jeweils eine Stimme. Erreichen die beim Auszählen die absolute Mehrheit, ist alles entspannt und wir müssen zwei Wochen später nicht noch einmal ins Wahllokal im Falle einer Stichwahl.

Bei der Wahl zu den Stadt- bzw. Gemeinderäten und den Kreistagen wird es dann ein bisschen komplizierter, aber im Grunde nicht schwierig. Teilweise können die Blätter so groß sein, dass man sie locker als Tischtuch benutzen könnte. Auf denen steht ganz oben, wie viele Stimmen man vergeben darf.
Man geht wie folgt vor: Entweder man wählt die Liste einer Partei (möchte konkrete Personen nicht aus der Liste wählen, so streicht man sie einfach raus) oder aber man bastelt sich sein eigenes Kommunalparlament. Dabei muss man sich an keine Partei halten und kann einem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben. Man kann aber auch beides kombinieren, indem man seine Lieblingskandidaten ankreuzt und die restlichen Stimmen einer Partei gibt.

Läuft, oder?

Was ist neu?


Die Briefwahl ist einfacher geworden, als Kandidat darf man sich schon ab 18 Jahren aufstellen lassen und außerdem kann man in dem jeweiligen Ort wählen gehen, wenn man zwei Monate dort gemeldet ist. Außerdem: Wenn ein Gewählter doch keine Lust hat, sein Amt anzugehen, kann er es problemlos bleiben lassen.  

Also: Hintern hoch, so schwer es auch fällt.



Bildquelle: "Wegweiser" auf Flickr unter CC-Lizenz