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Donnerstag, 10. April 2014, 13:25 Uhr

Facebook löscht Chatfunktion

Nachrichten nur noch über Messenger-App

Wer in Zukunft Facebook-Nachrichten auf dem Handy lesen möchte, muss sich zusätzlich die Messenger-App laden. Wann in Deutschland umgestellt wird, ist noch unklar.

Nach den Übernahme-Meldungen von Whatsapp und Oculus VR sorgt Facebook wieder für Schlagzeilen. Diesmal geht's um die Facebook-App, die um ihre Nachrichtenfunktion erleichtert wird. Wer weiterhin chatten und Nachrichten versenden will, muss sich zusätzlich den neuen Messenger runterladen. Dabei handelt es sich um eine zweite App, die all diese Funktionen übernimmt.

Über die Gründe für diese Aufsplittung wird noch spekuliert. Facebook selbst äußert sich bisher eher verhalten zur Umstellung, allerdings ließ man verlauten, dass durch die Aufteilung der Funktionen mehr Features möglich seien - zum Beispiel der Ausbau der Internet-Telefon-Funktionen. Außerdem würde eine abgespeckte Facebook-App auch gleichzeitig wieder schneller und funktionaler werden.

Der Nachrichtenbutton wird in der ursprünglichen App zwar erhalten bleiben, führt einen aber direkt weiter zum Messenger bzw. in den App-Store. Von dieser Neuerung verschont bleiben Nutzer vereinzelter Android-Geräte mit wenig Arbeitsspeicher und Besitzer eines Windows Phones. Wer sich bei Facebook über den Webbrowser einloggt, kann auch weiterhin Nachrichten verschicken.

Zeitpunkt für Umstellung in Deutschland noch unklar

Vorerst betrifft das Ganze nur die europäischen Länder Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Schweden (dort wird der Messenger mehr genutzt als hierzulande). Früher oder später wird Facebook die Änderung wohl aber auch den Nutzern in Deutschland aufzwingen.

Gibt es Alternativen?

Wer kein Lust hat, sich noch eine Facebook-App zu installieren, muss in Zukunft wohl auf andere Nachrichtendienste wie WhatsApp zurückgreifen. Moment, das gehört ja jetzt auch zu Facebook. Nein, mal im Ernst: Es gibt zahlreiche alternative kostenlose Messenging Apps, die Marc Zuckerberg noch nicht gekauft - zum Beispiel Threema oder Skype. Im schlimmsten Fall bleiben ja immer noch das Fax oder die Brieftaube.

Bildquelle: Facebook Messenger | tetsukun0105 | Flickr unter cc-Lizenz