Entdeckt
nocamerasallowed
Freitag, 25. Juli 2014, 16:00 Uhr

DOKU: No Cameras Allowed

Das Leben ist ein Wunschkonzert

Ohne Ticket auf das Traum-Festival? Auf Tour mit der Lieblingsband und Eindrücke sammeln, die man nur hinter der Bühne bekommt? Klingt fabelhaft - und ist mit etwas Geschick auch machbar.

Marcus Haney ist Fotograf und Filmemacher und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Geschehen hinter den Kulissen der großen Festival zu dokumentieren. Den Eindruck bekommen, wie sich das Leben auf und hinter der Bühne anfühlt - ganz ohne Ticket.

Dabei bricht er Regeln, trickst Security Kräfte aus, stickt sich seine eigenen Festival Bändchen, springt über Absperrzäune, wird vom Gelände geworfen und vom Türsteher vier Meilen weiter ausgesetzt, weil er immer wieder probiert doch noch Eintritt zu bekommen. Marcus tut wirklich alles, um rein zu kommen. Dabei hat er auch keine Skrupel, das ein oder andere Illegale zu wagen, wenn man der Storyline des Films Glauben schenken darf.

Die Geschichte, gesehen durch Marcus Kamera, nimmt uns mit auf eine First-Person-Point-of-View Reise zu sagenhafte Festivals, wie das Coachella, das Glastonbury und sagenhafterweise sogar zu den Grammys. 

Das gedrehte Filmmaterial landet dann bei einem Konzert durch glückliche Umstände in die Hände von Mumford & Sons. Die sind vom Material des Filmemachers so begeistert, dass sie ihn als Fotografen mit auf ihre Tour quer durch Amerika nehmen. Marcus Traum wird wahr und er erlebt die wohl aufregendste Zeit seines Lebens.

Gleichzeitig bekommt er allerdings zu spüren, dass das Leben als Rockstar auch sehr hart sein kann. Vorallem wenn man alles auf eine Karte setzt und auf Tour mit seiner Lieblingsband geht, statt sich dem Schulabschluss oder der Beziehung zu widmen.

Zugegeben, das alles klingt doch ein wenig zu fantastisch um wahr zu sein. Trotzdem wollen wir die Geschichte des High School Jungen ohne Geld, der auf große Reise mit seiner Lieblingsband geht einfach schlucken, auch wenn wir uns nicht ganz einig sind, was wir von den Strategien des Jungen halten, ohne Ticket auf die Festivals zu gehen. Immerhin gibt es ja Besucher, die dafür zahlen.

Haney selbst über seinen Film:

It’s a love letter written to these festivals, in a way. And it shows them in such a great light that my goal is that people will see my film and then go and experience live music on their own. There’s no way you can translate the live music experience on to film.
Na gut, das besänftigt vielleicht das ein oder andere Gemüt. Fest steht: No Cameras Allowed ist eine etwas anderer Musikdoku, unterhält mit tollen Bildern und spannenden Aktionen. Zu sehen gibt's den Streifen demnächst auf MTV, den Trailer gibt's aber jetzt schon: 



Bildquelle: facebook || No Cameras Allowed