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Montag, 08. September 2014, 13:45 Uhr

Das Ende der brotlosen Kunst

Google führt Fan Funding ein

Dank neuer Spendenfunktion können Fans bei Googles Videostreamingdienst YouTube jetzt direkt an ihre Lieblingskünstler spenden.


Ob Zack Braff von Scrubs oder aufstrebende Newcomerbands - immer mehr Künstler haben das Potential der Fanbase als Geldgeber für sich entdeckt. Die Idee Crowdfunding hat Schule gemacht. Und weil diese Finanzierungsform quasi prädestiniert für Googles Videostreamingdienst YouTube ist, können wir unsere liebsten Videomacher zukünftig durch das neue Fan Funding unterstützen.

Nach USA, Australien, Japan und Mexiko, wo der Dienst bereits gestartet ist, sollen nun viele weitere Länder folgen. In den Videos der teilnehmenden Kanalinhaber taucht nun rechts unten ein kleines Icon auf, das den geneigten Mäzen direkt zum Spendenkonto des Künstlers weiterleitet. Dort kann man dann von seinem Google-Wallet-Konto spenden. Ob einen festen Betrag, oder nach einem name-your-price-System entscheidet der Künstler.

Reiner goodwill steckt natürlich nicht dahinter: Google kassiert eine Vermittlergebühr von 21 Cent plus fünf Prozent des Spendenbetrags.

Mit dem geplanten Musik-Abodienst bei YouTube soll das Angebot übrigens nichts zu tun haben. Trotzdem: Für Künstler tut sich eine neue und vor allem einfache Einnahmequelle auf. Dass das für viele brotlose Künstler endet, wie für Streamer des Videospielportals Twitch bleibt zu hoffen. Dort zum Beispiel spendet ein mysteriöser Nutzer namens Amhai Beträge zwischen 1000 und 5000 Dollar an seine Lieblingsgamer.


Bildquelle: flickr//youtube