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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 11:00 Uhr

Umbenannte Musiker

Ein Glück, dass niemand weiß, dass ich – wie hieß?

Jeder fängt mal klein an. Manche wissen auch noch nicht so ganz, wo es hingehen soll. Und bei anderen war ein Rechtsstreit einfach zu kostspielig - viele unserer Lieblingskünstler hießen tatsächlich mal ganz anders.


#01 Aus Blind Freddy wurden die Kytes

Blind Freddy sind die Anfänge der Kytes - mit der Änderung und ihrem Song "Inner Cinema" hat sich prompt der Erfolg eingestellt. Ob es eher an erster oder letzterer Tatsache? Im Herbst 2015 spielten die Kytes dann schon ihre erste Live-Tour durch Deutschlands Clubs, 2016 hatten sie dann einen regelrechten Festivalmarathon.

#02 Aus Chet Faker wurde Nick Murphy

Oder auch: Nick Murphy war schon immer Nick Murphy. So heißt der australische Sänger Chet Faker nämlich mit bürgerlichem Namen: Nicholas James Murphy. Unter diesem Namen produziert er seit September auch und macht weiter unglaublich gute Musik.

#03 Aus Money Boy wurde Why SL Know Plug

Der österreichische Rapper Money Boy aka Sebastian Meisinger findet seinen, nach Geld riechenden, Namen einfach nicht mehr passend.
In den letzten Monaten hat er sich aber nicht entscheiden können, wie genau er neu aus dem Ei schlüpft - Why SL Know Plug, YSL Know Plug oder Why SL Beezy standen zur Auswahl. Jetzt ist es offiziell auf Wikipedia: Why SL Know Plug.


#04 Aus Saint Lou Lou wurde Say Lou Lou

Auch die Zwillingsschwestern Elektra und Miranda haben eine Namensänderung durchgemacht seit sie 2012 vom französischen Elektrolabel Kitsuné entdeckt wurden. Kurz nachdem sie ihre erste Single veröffentlichten, nannten sie sich von Saint Lou Lou in Say Lou Lou um.


#05 Aus You Say Party! We Say Die! wurde You Say Party

Aus tragischen und mehr als verständlichen Gründen benannte sich die kanadische Band You Say Party! We Say Die! im Jahr 2010 um. Schlagzeuger Devon Clifford starb zu dieser Zeit nämlich an den Folgen einer Hirnblutung. Aus Respekt ihm gegenüber fuhr die Band seither unter dem Namen You Say Party mit ihrer Karriere fort.


#06 Aus Lizzy Grant wurde Lana Del Rey

Das erste Album unseres egoFM-Lieblings Lana Del Rey mit dem Titel Lana Del Ray a.k.a. Lizzy Grant erschien noch unter ihrem gebürtigen Namen – Überraschung: Lizzy Grant. Dass die New Yorkerin bereits zwischen 2005 und 2006 im Tonstudio stand und ein Album mit dem Namen Sirens aufnahm, blieb vielen Fans unbewusst. Albuminterpret war nämlich auch ihr Pseudonym May Jailer.


#07 Aus Bodi Bill wurde The/Das

The/Das sind eigentlich eine Weiterentwicklung der Band Bodi Bill (so ähnlich wie bei Pokémon also). Anton Feist und Fabian Fenk haben uns im Interview vor einiger Zeit verraten, dass man einfach neue Wege einschlagen wollte, der Dritte im Bunde von Bodi Bill jedoch nochmal einen anderen wählte.


#08 Aus The Pendletones wurde The Beach Boys

Da hat doch die Plattenfirma der Pendletones einfach mal entschieden, dass diese jetzt anders heißen sollen. Die Band wollte gerade ihre erste Single „Surfin“ rausbringen, als die Candix Records als Interpretennamen The Beach Boys auf die Platten pressen ließ – damit alles schön zum hippen Thema Surfen passt natürlich. Um die Platten noch einmal neu pressen zu lassen, fehlte leider die nötige Knete und so waren die Beach Boys geboren.


#09 Aus Suede wurde in den USA The London Suede

Klingt bescheuert, ist aber so. Die Britpopper Suede um Brett Anderson waren gezwungen sich bei Auftritten in den USA The London Suede zu nennen, nachdem es bereits einen Sänger in Amerika gab, der sich Suede nannte. Auch Andersons öffentliche Klagen darüber änderten bis heute nichts an der Situation.


#10 Aus Verve wurde The Verve

Besser erwischt hat es da noch Richard Ashcroft. Der wollte seine Band eigentlich auch lieber nur Verve nennen, da hatte dann aber das gleichnamige amerikanische Jazzlabel etwas dagegen. Ein einfaches The davor, genügte denen aber, um Ashcroft und Gefolge nicht zu verklagen.


#11 Aus The New Yardbirds wurde Led Zeppelin

Jimmy Page war so raffiniert und nannte seine neue Band The New Yardbirds – nachdem er gerade The Yardbirds verlassen hatte. Welch Akt der Rebellion! Die verbliebene Band hatte da dann aber doch noch ein Wörtchen mitzureden und so entschied man sich doch für Led Zeppelin.


#12 Aus On A Friday wurde Radiohead

Ist ja fast schon zuckersüß: weil man sich als Schulband immer Freitags zum Üben traf, nannte Thom York seine Truppe zuerst On A Friday. Bis dann wieder ein böses Label daher kam und ihnen riet sich doch besser umzubenennen. Wurde dann auch getan. Und zwar nach dem Lied der Talking Heads „Radio Head“.


#13 Aus RÜFÜS wurde in den USA RÜFÜS DU SOL

Mei, die Amis! In Nordamerika muss sich die australische Band RÜFÜS einfach mal „RÜFÜS DU SOL“ nennen, weil der Markenname Rufus schon besetzt war. Schön war auch die Begründung der Band, die sie via Facebook bezüglich der Namensänderung gaben: „…because trademark is a serious bitch“.


#14 Aus Mos Def wurde Yasiin Bey

Im Jahr 2012 verkündete der Rapper plötzlich, dass es an der Zeit wäre weiterzuziehen und ließ somit seinen Namen hinter sich. Bereits in seiner Jugend konvertierte er zum Islam und suchte sich als neuen Namen somit einen aus dem Koran aus. Freunde und Familie würden ihn aber bereits seit 1999 so nennen, nachdem Mos Def mehr zu einem Produkt als einer Person wurde.


#15 Aus Puff Daddy wurde… ja, was wurde eigentlich aus dem?

Um ehrlich zu sein haben wir keine Ahnung wie sich Sean Combs gerade nennt. Unter seinem aktuellen Namen kennt ihn wohl eh nur seine Mama. Auf jeden Fall hat Puff Daddy eine schier unendliche Liste an Künstlernamen und benannte sich gefühlt so alle halbe Jahre um. Sei es in P Diddy, Diddy, Puff oder wieder zurück in P Diddy. Aber ganz ehrlich: wen interessiert's?

#16 Aus Santogold wurde Santigold

Das erste Mal in Erscheinung getreten ist die Amerikanerin Santi White auf dem Mark Ronson Album Version – damals aber noch als Santogold. Auch ihr Solo-Debütalbum erschien 2008 noch unter ihrem ersten Künstlernamen. Ein Jahr später musste sie jedoch gezwungen durch einen Rechtsstreit ihren Namen ändern. Aber macht doch nichts, Santi. Was läge denn näher…

#17 Aus Manitoba wurde Caribou

Unser Lieblingskanadier Dan Snaith hat bereits diverse Künstlernamen in seiner Karriere gehabt. Ursprünglich veröffentlichte er aber seine ersten Alben und EPs als Manitoba, was Richard Manitoba, dem Sänger einer Punkrockband namens The Dictators, gar nicht passte und ihn daraufhin verklagte. Als Daphni erschien dann 2012 noch ein Album von Dan Snaith. Gerade durften wir uns aber freuen, ihn als Caribou live in der egoFM-Stadt München gesehen zu haben.


#18 Aus The Concept wurde The Royal Concept

Im Jahr 2010 trat die Truppe um David Larson mit der Single “Damn” erstmals in Erscheinung. Damals jedoch noch unter dem Namen The Concept. Spätestens seit „D-d-d-ance“ und „Gimme Twice“ habt ihr die Stockholmer Jungs aber auch bei uns auf dem Radar gehabt. Diese Nummern erschienen dann aber unter dem Bandnamen The Royal Concept – was in Zeiten von Internet und Suchmaschinen auch deutlich hilfreicher ist als The Concept…

 




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