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bacon didriks_flickr
Montag, 19. Januar 2015, 16:05 Uhr

Smog-Problem endlich gelöst

Schuld am Smog ist: Bacon.

Ein chinesischer Beamter hat nun herausgefunden, dass gebratener Speck Schuld an dem Smog in seiner Heimatstadt ist. Wir können also weiterhin beruhigt mit dem Auto in die Arbeit fahren...

Dass Bacon seine Tücken hat, wissen wir: Er geht auf die Hüften, schmeckt nur, wenn er wirklich frisch gebraten und knusprig ist und macht süchtig nach mehr. Aber darüber hinaus hat Bacon anscheinend noch ein paar weitere, alarmierende Eigenschaften - zumindest, wenn man einem chinesischen Beamten namens Rao Bing glauben mag.

Gebratener Speck verursacht nämlich Smog.

Auf diesen Schluss ist Mister Bing irgendwie gekommen und verteidigt ihn nun bis aufs Blut. Klar, wo gebrutzelt wird, entsteht auch Rauch, aber kann eine harmlose Bacon-Braterei wirklich Schuld am Smogproblem einer ganzen Stadt sein? Bing sagt: Ja, und ließ kurzerhand die Bacon-Firmen in seiner Heimatstadt Dazhou schließen.

Und so verhärten sich die Fronten zwischen den Bing-Anhängern und den Speckbratern, die nicht auf ihre Bacon-Streifen verzichten wollen. Auch wenn Bacon als Ursache für Smog erstmal sehr skurril klingt, hat die Findung alternativer Erklärungen fast schon Tradition in China. In der Region Henan machte man kürzlich die Bauern, die ihr Heu verbrannten, für die hohen Smog-Werte in den Innenstädten verantwortlich. In Beijing waren eindeutig die mobilen Barbeque-Stände schuld an dem Umweltproblem.

Die wahren Ursachen für Smog - die Emissionen von Verbrennungsmotoren, Kraftwerken und Holzfeuerungen - scheinen an Gesprächswert verloren zu haben.