Entdeckt
einhorn
Dienstag, 24. März 2015, 11:00 Uhr

Fair-Trade-Kondome von Einhorn

"Nicht nur Sex, sondern auch Gutes tun"

einhorn ist ein Start-Up aus Berlin, das via Startnext Geld sammelt: für die ersten Fair-Trade-Kondome, die nicht nur der Umwelt guttun, sondern auch noch richtig hübsch verpackt sind. Allerdings haben sie jetzt schon richtige Schwierigkeiten am Hals.

Waldemar und Philip kennen sich schon länger aus der Berliner Start-Up-Szene und haben bereits mit "Entrepreneurs Pledge" eine Initiative ins Leben gerufen, die Gründer verpflichtet, mit mindestens einem neuen Unternehmen die Welt ein bisschen besser zu machen. Der nächste logische Schritt für beide war, sich etwas einfallen zu lassen, mit dem sie selbst einen grünen Fußabdruck hinterlassen. Schnell war "einhorn" gegründet und die Idee zu Fair-Trade-Kondomen geboren. Klingt zunächst komisch, macht aber spätestens nach diesem Clip wahnsinnig Sinn:



Allerdings fehlt noch ein wichtiger Faktor: Geld. Deswegen hatten Philip und Waldemar ihr Projekt auf Startnext gestellt, um so via Crowdfunding das nötige Startkapital zu bekommen. Mittlerweile sind nur noch 43 Tage übrig und über 200.000 Euro fehlen noch. Doch das ist gerade gar nicht mal das größte Problem der beiden Jungunternehmer. Wie Waldemar auf der einhorn Homepage schreibt, haben sie jetzt nämlich eine Klage am Hals.

Mir ist ab sofort untersagt zu behaupten, dass es unserer Meinung nach noch kein faires und nachhaltiges Kondom gibt und dass wir das Ziel haben diese Lücke in einigen Jahren zu füllen. Ferner darf ich nicht mehr behaupten, dass es keinen einzigen Kondomhersteller gibt, der genau sagen kann, von welcher Plantage der Kautschuk für seine Kondome kommt. Ansonsten droht ein Ordnungsgeld bis zu 250.000EUR oder alternativ 6 Monate Ordnungshaft. Der Streitwert wurde auf 50.000 Euro festgesetzt!
Einschüchtern lassen wollen sie sich davon aber nicht, auch wenn sie "schon etwas geschockt von dem extrem aggressiven Vorgehen eines „fairen“ Wettbewerbers [sind], der das einhorn systematisch einschüchtern will [...]." Die fairen Gummis sollen nach wie vor geliefert werden. "Denn bevor das einhorn seine Supporter & Fans enttäuscht, geht es eher ins Gefängnis."

Wenn ihr die Jungs unterstützen wollt, dann geht's ►HIER entlang.



Damals haben wir bei den Jungs selbst angerufen und uns ihr Projekt erklären lassen. Das Interview könnt ihr hier nachhören:



Bildquelle: Einhorn | Facebook