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Montag, 16. März 2015, 16:12 Uhr

CeBIT 2015

Die Themen, die Aufreger, die Innovationen

Am Wochenende wurde die weltgrößte Messe für Informationstechnik eröffnet. Was in diesem Jahr wichtig ist, verraten die Kollegen von c't.

Georg Schnurer arbeitet für die c't und berichtet auch für egoFM von der CeBIT.

Das Internet der Dinge

Die Vernetzung der Geräte schreitet immer wieter voran, daraus sollen und werden sich viele neue Szenarien ergeben. Ein gutes Bespiel ist die Heimsteuerung bei der Heizung. Wenn die Heizung ans Internet angeschlossen ist und ich mein Smartphone dabei habe und auf dem Heimweg bin, dann weiß das Smartphone natürlich längst - oh, der fährt nach Hause - und schickt einen Befehl an die Heizung, schonmal alles vorzuwärmen. 

Industrie 4.0 (diconomy)

Auch hier geht es um Vernetzung. Ein gutes Beispiel ist eine Form von virtueller Brauerei, wo man sich individuell sein eigenes Bier zusammenbrauen kann durch die Wahl der entsprechenden Komponenten. Vernetzung bedeutet, von der traditionellen Produktionsweise wegzugehen hin zu einer individuellen.

China

Das ist das dritte große Thema: China als Partnerland. Das ist eine sehr ambivalente Wahl: Zum einen ist China die Werkbank der Welt, aber zum anderen auch das Land, das viel investiert. Von Technik bis hin zu Kommunikation und Software. Gleichzeitig gibt es dort eine große Zensur, die es sowohl den Bewohnern als auch den Unternehmen, die dort investieren, nicht gerade einfach macht, vertrauensvoll mit dem Land umzugehen.

Der kleine Aufreger

Waren die ersten Demonstrationen, die vor dem Messegelände stattgefunden haben. Hier haben Aktivisten gegen die Zensurpolitik in China demonstriert, wurden aber recht schnell wieder entfernt.

Die skurrilsten Dinge

Zum Beispiel Teppiche, die registrieren, ob jemand drüberläuft oder draufliegt. Gedacht ist das für das unterstützte Leben zuhause, wenn man nicht mehr so ganz bei sich ist. Wenn also jemand hinfällt und nicht mehr aufstehen kann, wird der Teppich Alarm geben und einen Rettungsdienst zu mir nach Hause rufen.

Komische Neuvorstellungen

Es gibt Schuhsohlen, die die Schritte zählen sollen und gleichzeitig die Füße wärmen. Es gibt intelligente Kühlschränke, besondere Handyhandschuhe und und und. Ob das alles Sinn macht, sei mal dahin gestellt.

Cloud-Alternativen

Nach den Skandalen der letzten Jahre sollte ich mir genau überlegen, bei welchem Cloudanbieter ich meine Daten lagere - im besten Fall kein US-Unternehmen. Das gilt auch für US-Unternehmen, die in Deutschland ihre eigenen Server stehen haben. Also genau prüfen: Wo steht der Cloudserver und wo ist der Cloudanbieter beheimatet? Bei deutschen und europäischen Unternehmen habe ich gute Chancen, meine Daten sicher unterzubringen.


Mehr Infos gibt's direkt bei c't.


Bildquelle: Deutsche Messe | CeBIT