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Dienstag, 14. April 2015, 15:30 Uhr

Rechenspeicher spenden für die Wissenschaft

Bitte ein Bit!

Ihr nutzt euren Rechner eh nur für Facebook und Amazon? Dann stellt eure Rechenleistung doch denjenigen zur Verfügung die sie dringend brauchen: Forschern und Wissenschaftlern. Und das geht so:

Um eure CPU in den Dienst der Wissenschaft zu stellen, müsst ihr lediglich eine Software auf dem PC oder dem Smartphone installieren - erklärt Jo Bager vom Computermagazin c't. Diese Software holt sich dann eine Aufgabe von beispielsweise einer Forschungseinrichtung, rechnet drauf los und gibt dann die Ergebnisse wieder an die jeweilige Forschungseinrichtung zurück. 

Wie funktioniert's?

Vom Equipment mehr braucht ihr dazu nicht viel - solange ihr keine grafikintensiven Programme wie Spiele laufen habt, kann die Software problemlos im Hintergrund betrieben werden ohne euch groß zu beeinträchtigen. Zwar verliert ihr dadurch etwas an Rechenleistung; allerdings wird diese auf neueren Geräten sowieso seltenst ausgeschöpft. 

Was habt ihr davon?

Erstmal nichts - bis auf dass ihr der Allgemeinheit helft. Hier gibt es viele verschiedene Projekte - angefangen dabei, dass man versucht, außerirdisches Leben zu finden über medizinsche Forschungsprojekte bis hin zur Suche nach neuen Elementarteilchen.  Aber um konkret zu werden: SETI zum Beispiel ist eine Einrichtung für Search for ExtraTerrestrial Intelligence, also für die Suche nach außerirdischer Intelligenz, die mit eurer Hilfe versucht, Radioteleskopdaten zu analysieren. Falls ihr lieber auf der Erde bleiben wollt, könnt ihr bei der Suche nach großen Primzahlen helfen oder bei der Voraussage von Erdbeben. Zusammengefasst sind all diese Projekte auf der BOINC-Seite, da geht's hier entlang.

Jederzeit stoppbar

Falls ihr dann doch mal eure Rechenleistung für andere Dinge braucht (gerade beim Handy ist das öfter mal wichtig), könnt ihr die Rechendienste auch jederzeit stoppen ohne damit großen Schaden anzurichten, erklärt Jo Bager. Immerhin handelt es sich bei den Rechnungen nur um kleinere Aufgaben, die bei Abbruch gegebenenfalls auch wieder von vorne gestartet werden können. 

Hier könnt ihr das ganze Interview nochmal nachhören und HIER geht's direkt zu den Kollegen von der c't.




Bildquelle: Circuit | Yuri Samoilov | Flickr cc by 2.0