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Mittwoch, 15. April 2015, 12:00 Uhr

Einmal alles kaputtmachen, bitte

Faszination Wutraum

Wuträume boomen gerade: weltweit zahlen Menschen viel Geld, um 30 Minuten fremdes Inventar zerstören zu dürfen. Nur warum? Diese Frage beantworten ab 14 Uhr die Gründer vom Wutraum München.

In den USA gibt es sie schon länger, mittlerweile eröffnen auch immer mehr Wuträume in München. Dort kann man hingehen und sich für cica 150 Euro eine halbe Stunde lang einmieten. Im Preis inbegriffen sind Baseballschläger, Vorschlaghammer und ein ordentlich eingerichtetes Büro inklusive Aktenschrank und Kaffeetasse. Und dann geht es los. Menschen verwandeln sich in Zerstörungsmaschinen und fangen an, auf die Einrichtung einzudreschen. Tischplatten zersplittern, Stühle werden zertrümmert und Tassen zerspringen in tausend Teile. Kaputtmachen scheint das neue Spaßhaben zu sein.

Wer lieber in der Gruppe zerstört, kann sich natürlich auch gerne zum Geburtstag oder zum Junggesellenabschied einbuchen. 

Nur was finden Menschen daran, andere Sachen kaputt zu machen? Warum gehen sie zum Abreagieren nicht ins Fitnessstudio, zum Fußball oder unseretwegen auch mal einen Tag auf eine Baustelle? Und sind wir heutzutage so gestresst von Job, familiären Erwartungen und dem Druck der Gesellschaft, dass es nicht mehr reicht, sich auf einen Acker zu stellen und mal einfach laut zu schreien? Brauchen wir diese körperliche Befriedigung, etwas mit den eigenen Händen kaputt zu machen?

Diese Fragen klären wir ab 14 Uhr - dann sind die Gründer des Wutraum München zu Gast bei Elise!


Bildquelle: Destroyed | Ashley Campbell | Flickr cc by 2.0