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Freitag, 08. Mai 2015, 00:00 Uhr

Muttertagsgeschenke aus der Hölle

Verstörend, was es so gibt

Am Sonntag ist Muttertag und ihr habt's mal wieder voll verplant, nicht wahr? Eine Liste mit den besten Geschenkideen haben wir nicht für euch. Im Gegenteil: wir haben eine Liste, die verstörende Sachen wie vergoldete Nabelschnüre und PMS Pillen birgt. Muttertagsgeschenke aus der Hölle, eben.

Irgendwann kommt dieser Zeitpunkt im Leben, wo einem bewusst wird, wie hässlich überhaupt die gebastelten Geschenke waren, die man damals so stolz - getrübt von kindlicher Phantasie - zu allen erdenklichen Anlässen produziert hat. Man erinnert sich dann an deformierte Tontassen, Macaroni-Selbstporträts und merkwürdig verstörende Kritzeleien von Fratzen, die eigentlich die Familienmitglieder darstellen sollten - und fragt sich, wie wir denn zur Hölle nicht den Sarkasmus in Mutters Stimme hören können, als sie sich wie wahnsinnig über den Scheiß gefreut hat.

Aber es sind nicht nur Geschenke aus Kinderhand, die gut verstören können. In diesem Internet gibt es tatsächlich noch ganz andere Präsentideen, die auf ganz anderen Ebenen nicht ganz koscher sind.

#01 Eine vergoldete Nabelschnur
Ja, richtig. Ihr könnt euch tatsächlich eure Nabelschnur zum Anhänger vergolden lassen. Und das wirft einige Fragen auf. Zum Beispiel, wer denn bitte seine Nabelschnur aufbewahrt. Oder noch viel wichtiger: kann man ab sofort mit dem Handeln von Nabelschnüren richtig Kohle machen? Und wie weit wird das noch gehen? Vergolden wir bald auch Plazenten? Oder das erste Häufchen? Bah.


Alternativ zur Kette gibt's übrigens auch einen Ring...


#02 PMS Pillen
Wir lieben unsere Mütter, eh klar. Trotzdem gibt es so bestimmte Zeiten, in denen sie nervlich nicht ganz gefestigt sind. Schnell ausflippen, laut und hin und wieder sogar bissig sind. Das ist ganz schön kacke. Erst recht, wenn man eigentlich um eine kleine Finanzspritze bitten wollte. Doch so sehr euch das auch nervt: Pillen sind keine Lösung! Somal wir von der Wirkung davon sowieso nicht ganz überzeugt sind. Schmecken bestimmt nur ganz zufällig nach Traubenzucker.



#03 Hässliche Liebesbeweise
...bei denen sich Mutti verpflichtet fühlt, sie in der Wohnung auszustellen. Und jedesmal leidet, wenn sie draufschaut. Ganz vorne mit dabei sind: Kissen. Hässliche weiße Kissen mit kitschigen Fotos. Hässliche weiße Kissen mit dem Siegel, dass eure Mama von der "Stiftung Personentest" zum "Testsieger" ernannt wurde. Oder Tassen, auch ganz schlimm. Würdet ihr euch sowas ernsthaft in die Bude stellen? Eben.


#04 Dankeskarte
Der Gedanke klingt ja eigentlich recht nett: einfach mal Danke sagen. Danke, dass man überhaupt auf dieser Welt sein darf. Das Geschenk des Lebens, und so, das uns unsere Mutti gemacht hat. Doch falls ihr euch für ein einfaches Danke als Muttertagsgeschenk entscheiden solltet, solltet ihr vielleicht Abstand von Karten wie diesen hier nehmen. Aus sicheren Kreisen wissen wir, dass die meisten Mütter etwas gegen Verben wie "brüten" oder "werfen" haben. Und ihr wollt ja wohl kein Hausarrest mehr bekommen.

 
#05 Dinge mit einem subtilen Hinweis
In diese Rubrik gehören: Nasenhaarschneider, Hornhautentferner, jegliche Utensilien für nach der Menopause, Kochgeschirr, Putzzubehör, Anti-Aging-Creme, "1000 Plätze die man gesehen haben sollte bevor man stirbt", Leselupe, Spülhandschuhe.... was seid ihr für Monster?!


#06 Ein Salami-Schokoladen-Bouquet
... jetzt, wo wir das noch mal so lesen: vergesst es. Beste Idee überhaupt!

salamibouqet olympiaprovisions
Bildquelle: Olympia Provisions Online





Bildquelle Titelbild: Flickr | "love pour mamam" von hannes.a.schwetz | cc by-sa 2.0