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Freitag, 22. Mai 2015, 00:00 Uhr

transform: Magazin für das Gute Leben

Redakteur Marius Hasenheit im Interview

Provozierende Überschriften und intelligente Texte, die einem nicht zeigen, was alles schief läuft, sondern mögliche Lösungen bieten. Weder Krisenjournalismus, noch Schönrederei - eben eine gute Mischung - findet ihr im transform Magazin. Online und hoffentlich bald auch im Print.



Das Magazin fürs Gute Leben- das bedeutet für transform, sich von Magazinen abzugrenzen, die sich von möglichst krisenhafter Berichterstattung Klicks und Likes versprechen. Sowas würde lediglich Apathie auslösen, meint Marius Hasenheit. Fast paralysiert nehmen wir nur noch die ganzen schlechten Nachrichten war, den Bezug dazu verlieren wir immer mehr. So sind dann zum Beispiel Flüchtlinge - also Menschenleben - plötzlich nur noch Politik. Der Gedanke daran, dass wir eh nichts bewegen können, wächst. transform will daran etwas ändern und den Bezug zwischen Menschen und schlechten Nachrichten wieder aufbauen, also Probleme benennen und Lösungen vorschlagen, statt nur darüber zu tippen, wie sinnlos und hoffnungslos alles ist. Dabei werden strittige Themen nicht ausgelassen. Genau da wollen die Redakteure nämlich hin, dort, wo es weh tut. Ohne dabei aber mit dem Zeigefinger auf Leute zu deuten. Sondern eher "Beispiele des Funktionierens zeigen, Leute porträtieren, die es besser machen", so Marius.

In transform werden unter anderem Themen wie Nachhaltigkeit behandelt, ohne dabei wirklich von Verzicht zu reden: "Es geht darum, dass Verzicht nicht gleich Verzicht heißt", sagt Marius. Statt sich beispielsweise "Das habe ich nicht" zu denken, solle man eher den Gedanken "Was habe ich dafür" pflegen. Für die Macher von transform geht es darum, das große Ganze zu betrachten, ohne dabei den Alltag aus den Augen zu verlieren. Also findet man sowohl Artikel über die fragwürdige Beziehung zwischen Journalismus und Werbung als auch die Aufforderung, sich mal etwas mehr Zeit zu gönnen

Die Erstausgabe widmet sich dem Thema Arbeit - unter anderem mit dem Teaser "Tipps zum Blaumachen". Damit hat transform richtig polarisiert. In den Medien spricht man schon vom neuen Magazin für Faulenzer - ein Quatsch ist das. Es geht darum, sich Gedanken zu machen, wie man sein Leben verbessern kann, sich mal zu entschleunigen, weniger zu arbeiten und sich auch mal gegen Überstunden zu wehren. Dazu werden dann auch Personen, die sich auskennen und Personen, die inspirieren, porträtiert.

transform ist werbefrei, weswegen das Interesse an dem bookazine (Fusion aus kleinem Büchlein und Magazin) erst mal da sein muss, bevor es gedruckt wird. Auf startnext könnt ihr euch euer Exemplar vorbestellen - es geht eher weniger ums Crowdfunden, gedruckt wird nämlich so oder so. Nur die Auflagenzahl richtet sich nach dem gesammelten Geld. Ist das Interesse an der Erstausgabe groß, wird aus transform eine regelmäßige Sache. Dann bekommen auch die Mitarbeiter ihre Honorare ausgezahlt - die machen das momentan nämlich noch freiwillig, neben ihren normalen Jobs. 

Noch mehr Infos und erste Artikel gibt's auf der Homepage vom transform Magazin.


Bildquelle: facebook | transform