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Dienstag, 28. Juli 2015, 00:00 Uhr

Buchtipp: „Zapotek und die schlafenden Hunde“ von Claudia Rusch

Der zweite Fall

Kriminalhauptkommissar Henning Zapotek hat Urlaub. Oder eben auch nicht. Denn was ihm da während seiner Freizeit so alles begegnet, riecht schwer nach Arbeit.

Was macht man wohl am besten, wenn man grad richtig viel Zeit mit der Freundin verbringen kann? Richtig! Man löst stattdessen Kriminalfälle, die einem vor die Füße fallen. So richtig vorgenommen hat sich das Zapotek zwar nicht, aber letzten Endes ist es genau das, was er tut. Ein wenig aus dem Gefühl heraus, dass seine Kollegen Hinterwäldler sind, ein wenig als Freundschaftsdienst, aber ganz besonders, weil er nicht will, dass eine bestimmte Mauschelei auffliegt. Denn das könnte schwierig für ihn werden. Und weil ihm das recht unangenehm ist, lässt er die Freundin dabei lieber außen vor. Die findet das gar nicht lustig.

Das Ganze fängt ziemlich harmlos an. Zapoteks alte Bekannte Gitti will ihm nur kurz hallo sagen und kommt auf einen Sprung im Kommissariat vorbei. Kurze Zeit später herrscht helle Aufregung. Denn Gittis Pudel wurde entführt. Und die Lösegeldsumme ist enorm. Könnte der Entführer vielleicht wissen, dass Gitti mit Hilfe von Zapotek nicht ganz legal an recht viel Zaster gekommen ist? Auch wenn Hundeentführungen nicht so ganz sein Metier sind, macht er sich schleunigst an die Arbeit. Doch ein fehlendes Haustier ist erst der Anfang der kriminellen Umtriebe, derer er Herr werden muss. Und nebenbei muss er seiner Freundin irgendwie klar machen, dass er ja eigentlich Zeit mit ihr verbringen will. Es gibt halt gute Gründe, dass er es eben nicht tut. Die kann er ihr nur nicht verraten.

Den Anfang ihres Buchs hat Claudia Rush für zehnseiten.de vorgelesen:



Claudia Rusch hat mit „Zapotek und die schlafenden Hunde“ einen sympathischen Krimi geschrieben, den man mal ratzfatz während einer längeren Zugfahrt durchschmökern kann. Wer eher in die Abgründe menschlicher Verderbtheit eintauchen will, ist hier falsch aufgehoben. Rusch scheucht einen mehr durch diverse Vertracktheiten und ein bisschen Bosheit. Da sie dafür ein paar Charaktere aufstellt, die zwar nicht immer tadellos sind, aber ziemlich viel Größe mitbringen, kann man danach entspannt das Buch zur Seite legen und frohen Mutes die nächste Hundeentführung planen.

Erschienen ist „Zapotek und die schlafenden Hunde: Der zweite Fall“ beim mareverlag.

Rusch Zapotek Hunde Cover  Claudia Rusch
  Zapotek und die schlafenden Hunde
  Der zweite Fall
  320 Seiten
  ISBN 978-3-86648-207-4


















Bildrechte Buchcover: © mare
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