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Freitag, 14. August 2015, 13:50 Uhr

Soundclouds Probleme

Copyright macht euch das Leben schwer

Der Unmut über den Streaming-Anbieter Soundcloud mehrt sich. Vor allem Künstler klagen über immer strengere Regelungen. Wieso weshalb warum - erklären wir euch hier und bieten euch direkt noch Alternativen für euer Selbstproduziertes.

Lange hatte die Streaming-Plattform Soundcloud ja das Monopol für kostenloses Anbieten und Konsumieren von Musik. Vor allem bei eher unbekannten Künstlern erfreut sich die Seite großer Beliebtheit. Wo sonst kann man sein eigens mit Herzblut zusammengebasteltes Set kostenlos Millionen von Menschen zur Verfügung stellen?

Aber eben genau dieses Zusammenbasteln wird jetzt vielen Nutzern zum Verhängnis. Soundcloud hat jetzt nämlich seine Copyright-Regelung verschärft. Abzusehen war das schon länger. Angefangen hat es mit eher harmlosen Werbungen, die überall auf der Website aufpoppen. Um sich aber finanziell nach vorne zu katapultieren, hat Soundcloud mittlerweile Verträge mit vielen Musiklabels (z.B. Warner Music Group) abgeschlossen. Ist ja eigentlich nicht so schlimm, oder?

Naja, doch. Viele DJs und Produzenten ziehen sich Elemente ihrer Sets aus bekannteren Liedern, die dann rechtlich gesehen einem Label gehören und verarbeiten sie dann. Dabei entsteht zwar ein neuer Song aber die Grundbausteine gehören noch immer dem Label. Das bedeutet konkret, dass Letztere berechtigt sind, die Sets aus dem Umlauf zu nehmen.

Warum war das bis jetzt nie ein Problem? Gute Frage. Da müssen wir wieder auf Soundclouds Verbindung zu den Labels zurückkommen. Dadurch, dass diese Soundcloud mitfinanzieren, erkaufen sie sich sozusagen den direkten Einfluss auf Soundclounds Datenbank. Eine Software hilft dabei, alle Songs herauszupicken, die ein Copyright-Problem mit den Labels darstellen. Es gilt: erst runternehmen, dann erklären.

Da ihr DIY-Produzenten und DJs da draußen aber nicht entmutigt werden sollt, haben wir hier einige Alternativen:

Hearthis.at
Hearthis.at funktioniert eigentlich genauso wie Soundcloud. Schaut sogar ähnlich aus, nur halt in rot. Da solltet ihr als Umsteiger keine allzu großen Schwierigkeiten haben.

► Link dazu gibt’s HIER

hearthis

The Drop
Es wird als das "Reddit" für Dancemusik gepriesen, aber ist letztendlich kein Stream in Reinform, sondern eine Zusammenstellung von Musik aus dem Internet. Täglich werden die Songs mit den meisten Upvotes neu auf der Hauptseite präsentiert, sodass man sich das "lästige" Musikgestöber spart.

► Link dazu gibt’s HIER

the drop


Thefuture.fm
Die Seite von und für DJs. Nicht nur mit einer sehr stylischen Website, sondern auch mit ganz tollen Features locken thefuture.fm auf ihren Streaming-Dienst. Außerdem werdet ihr als Content-Creators belohnt und zwar mit Kohle. Für jeden Abonennten, erhaltet ihr eine kleine Finanzspritze. Um das noch zu boosten könnt ihr euch mit Werbeeinblendungen noch mehr dazu verdienen. Ein Paradies für DJs und Produzenten. Für Hörer bleibt das Ganze trotzdem kostenfrei.

► Link dazu gibt’s HIER

futurefm


Logcamp
Logcamp ist ein Stream der sich nicht nur auf Musik begrenzt. Hier könnt ihr auch eure Kunst und Literatur unter die Leute bringen. Eurer Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt. Vielleicht steckt ja ein wahres Wunderkind in euch!

► Link dazu gibt’s HIER

logamp


Also denkt daran: Sharing is Caring.

Bildquelle: Flickr|TORLEY |cc by 2.0