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Donnerstag, 20. Juli 2017, 00:00 Uhr

Musiker mit eigenen Bars und Restaurants

Auf ein Bier mit Damon Albarn

Künstler nach Konzerten zu stalken ist so 20. Jahrhundert - hockt euch doch lieber stunden-/wochen-/monatelang in deren Bars und Restaurants. Irgendwann müssen sie vorbeischauen! Wir sagen euch, wo ihr wen treffen könntet.........

Isaac Brock (Modest Mouse): Bar in PortlandZumindest hat dies der Frontmann von unseren Lieblingen Modest Mouse vor. Der Name steht noch nicht (hoch im Kurs ist jedoch "Glory Hole"), konkrete Eröffnungspläne gibt es auch nicht, aber der Vertrag ist schon unterschrieben! Das zumindest verriet der zukünftige Barpartner Matt Brown in WWeek.


Scarlett Johansson: Ein Popcornladen (Paris)Mitte Oktober 2016 standen Hunderte von Menschen vor einem Popcornladen in der Rue du Roi de Sicile in Paris Schlange. Grund dafür war die Eröffnung von Yummi Pop, ein von Scarlett Johannsson eröffneter Popcornladen, der den Kinosnack in sämtlichen Variationen - von Himbeer bis Käse - anbietet. Am Eröffnungstag war die aus einigen Woody Allen Filmen bekannte Schauspielerin selbst anwesend und hat das Popcorn höchstpersönlich verkauft.

vincentserrano twitter scarlett

Bildquelle: Twitter | Vincent Serrano

clau maximoff Scarlett

Bildquelle: Instagram  Clau_maximoff


Was viele aber nicht wissen: Scarlett Johansson ist nicht nur Schauspielerin, sondern auch Musikerin. 2008 hat sie beispielsweise das Album Anywhere I Lay My Head rausgebracht, auf dem sogar David Bowie mitgesungen hat. Über den Popcorn-Laden und die singende Scarlett sind wir auf die Idee gekommen, uns mal anzusehen, welche Musiker sonst noch so ins Gastronomie-Gewerbe gerutscht sind - einige nämlich. Seht selbst.


Drake: Fring's (Toronto)Bei Drake läuft’s. Keine Frage. Er scheint den Mund trotzdem nicht voll genug zu bekommen. Ganz wörtlich gemeint. Auch er hat sein eigenes Restaurant eröffnet. Fring’s heißt es und liegt mitten in Toronto. Es hat einen eigenen Instagram-Kanal, der zwar nicht unbedingt ästhetisch ausgefeilte Bilder zeigt, aber dennoch fast 34,3 Tausend Follower hat. Da zieht wohl der Drake-Bonus.


Arcade Fire: Agrikol (Montreal) Wie kommt man auf die Idee, ein haitianisches Restaurant in Montreal zu eröffnen? Angeblich soll ein weinseliger Abend von Sänger Win Butler und seiner Frau Reginé Cassagne dafür verantwortlich sein. Die zwei waren in einem Restaurant und wollten zum Essen vom haitianischen Besitzer gerne ein bisschen Musik aus dessen Heimat hören. Die Musikanlage machte die Grätsche und Win kam die Idee ein eigenes Restaurant zu eröffnen - das Agrikol. Zack bum, so schnell wird man Restaurantbesitzer.


Justin Timberlake: Southern Hospitality (NYC)Justin Timberlake hat es ein bisschen versemmelt. Vor einem Jahr hat die Gesundheitsbehörde in seinem BBQ-Restaurant Southern Hospitality Alarm geschlagen - Verdacht auf Mäuse. Und ein bisschen häufiger hätte Justin auch durchwischen müssen. Na lecker. Aber angeblich soll alles wieder sauber sein. Dann kann es ja wieder „New Yorks bester BBQ-Laden“ sein. So steht es zumindest auf der Website.


Jay-Z: 40/40 Club (NYC)Jay-Z steht in der Forbes Five – die Liste der reichsten Rapper – auf Platz 3. Gegen P.Diddy und Dr. Dre darf man schon mal verlieren. Sein 40/40 Club hat bisher aber sicherlich einige Kröten reingebracht. Die Sportsbar liegt in bester Lage und nur einen Steinwurf von der 5th Avenue entfernt. Jay-Zs persönliches Empire State of Sports.


James Murphy: The Four Horsemen (NYC)Wir haben schon gelernt: Die Musiker-Restaurant-Dichte in New York City ist besonders hoch. Da fällt der eine Laden mehr gar nicht mehr auf.  Auch wenn er von LCD-Soundsystem-Kopf James Murphy geführt wird. Wir werden in der Redaktion jedenfalls kirre wegen der leckeren Karte. Oder hättet ihr nicht auch Lust auf Stangenbohnen mit trocken gereiftem Rindfleisch, Basilikum und Pinienkernen? Liefern die vielleicht auch? Nach Bayern?


Julian Lennon: Blowfish Sushi (San Diego & San José)
Jeder, der seine Bewunderung für die Beatles auch mit seiner Ernährung ausdrücken möchte, kann beim Sohn von John Lennon, Julian Lennon, zum Sushiessen vorbeikommen. Quasi. Ihm gehört nämlich zu Teilen die Sushikette Blowfish Sushi, die sowohl in San José als auch in San Francisco Filialen eröffnet hat.


Damon Albarn: Kaffibarrin (Reykjavik)Reden wir nicht lang drum herum: Das Kaffibarrin wird zu den besten Locations der Welt gezählt. Entspannt geht es zu, mit viel Holz an der Wand und Live-Musik aus den Lautsprechern. Genau der richtige Ort, um draußen den isländischen Regen regnen zu lassen. Hier müssen sich Musiker wohlfühlen. Eben auch Blur-Sänger und Kopf der Gorillaz Damon Albarn. Angeblich soll er Anteile an dem Laden besitzen. Aber so ganz genau wissen das nicht mal die Isländer.


Moby: TeaNY (NYC)Der Barname TeaNY ist zwar auf einem Peinlichkeitslevel mit Friseurnamen wie Kamm back oder HAARlekin. Dafür ist das kleine Café dann aber doch ganz süß. Viele gesunde Snacks bietet Moby uns da an. Sogar die Inneneinrichtung hat er großteils selbst gestaltet. Die Lage ist auch top: im angesagten East Village in Manhattan. Inzwischen gibt es das Café schon seit über 13 Jahren. Moby scheint also alles richtig zu machen.


Phil Rudd: Phil’s Place (Tauranga, Neuseeland) Wer war gleich nochmal dieser Phil Rudd? Achja, der Schlagzeuger von AC/DC. Seit diesem Jahr ist er es nicht mehr, weil er einige Gerichtsverfahren am Hals hat (Morddrohung, Drogen…). Ob man so jemanden als Chef haben möchte? Offenbar nicht. Es gibt häufiger mal Stress in seinem Seafood-Restaurant Phil's Place. 2015 verklagten ihn drei ehemalige Angestellte wegen ungerechtfertigter Kündigung auf 70.000 Dollar.


Bildquelle Titelbild: flickr | "Francucci Restaurant" von bloomsburys | cc by 2.0