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Sonntag, 22. November 2015, 08:45 Uhr

Theater statt Fernsehen

5 egoFM Theatertipps

Der Winter steht vor der Tür und was scheint da gemütlicher als sich auf der Couch einen schönen Film anzuschauen. Das kulturelle Leben sollte aber nicht ganz in Vergessenheit geraten - und könnte ja auch gemütlich sein. Wir stellen vor: egoFM Theatertipps.

München: Theater Leo 17  -  The Life And Death Of Martin Luther King (2.12. bis 4.12.)Das Theater Leo17 in der Münchner Leopoldstraße ist ein kleines Theater mit ca. 500 Plätzen. Es führt keine eigenen Stücke auf, sondern vermietet ihre Bühne für externe Produktionen. Dennoch gilt: "Qualität vor Quantität" und jede Veranstaltung soll nicht "okay" sondern "perfekt" sein. Zudem wird der angrenzenden Rudolf-Steiner-Schule-Schwabing eine Bühne für eigene Produktionen geboten.

Die Produktion beleuchtet die Geschichte des Attentates auf Martin Luther King am 04. April 1968. Wie kam es dazu und welche Folgen hatte das Attentat? Dort wird die spirituelle und politische Reise von einem bescheidenen Prediger zu einer Ikone erzählt.

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Bildquelle: Theater Leo 17 cc. by 2.0


Augsburg: Großer Saal – Peter Pan (ab 16.11.)Nach dem das Theater im 2.Weltkrieg schweren Bombenschäden unterlegen ist, wurde es in den 1950er Jahren wiederaufgebaut und modern eingerichtet. So ist der Große Saal mit 1400 Sitzplätzen das Herz der Augsburger Theaterszene.

Ein bisschen in Kindheitserinnerungen schwelgen oder gleich mal den eigenen Kindern ein Stück Kulturgut mitgeben. Es ist ein absolutes Highlight, den Jungen, der nicht erwachsen werden will, mal auf der Theaterbühne und nicht nur in den Disney-Filmen zu erleben.

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Bildquelle: Facebook / Großer Saal cc. by 2.0


Regensburg: Velodrom  – The House von Alfred Hitchcock (läuft bereits)Mit 620 Plätzen ist das Velodrom, dass Größte Theater Regensburg. Das Besondere an der ehemaligen Radsportstätte sind die guten Sichtverhältnisse, weshalb man nicht immer die teuersten Karten in der ersten Reihe kaufen muss.

Treppen knarren. Unheimliche Stimmen rufen. Das Personal scheint etwas zu wissen, was besser geheim bliebe. Inspiriert von Gruselmeister Alfred Hitchcock ist ein Stück voller Schockmomente, unvermuteter Wendungen und natürlich auch mit ein paar komischen Momenten entstanden.




Würzburg: Theater Chambinzky  - The Kings Speech (ab 31.12.)
Seit 1983 hat das Chambinzky seine Tore geöffnet. Der Name stammt aus einer Idee Loriots, der seinen Figuren stets Namen mit möglichst vielen Vokalen gab, wodurch sie einzigartig humoristisch klangen. Die Wortverwandtschaft mit dem französischen „Zimmertheater“ = „Chambre-Thèátre“ klingt ausserdem auch einfach chic.

Ein an den Film angelegtes Theaterstück in dem Albert, der zweitälteste Sohn von Georg V. eine Rede im Radio hält, die aber aufgrund seiner Nervosität und seinem Stottern zum Fiasko wird. Als zahlreiche Arztbesuche immer noch keine Besserung versprechen, soll es ein australischer Sprachtherapeut mit unorthodoxen Mitteln wieder richten. Der Film war schon Hammer - mal sehen, was das Theaterstück so kann.

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Bildquelle: Facebook / Theater Chambinzky e.V. cc. By 2.0


Suttgart: Altes Schauspielhaus – Evita (ab 11.12.)Das Theater zeichnet sich vor allem durch ein sehr anspruchsvolles Programm aus. 1980 wurde es neueröffnet und hat von klassischen bis zeitgenössischen Stücken über Musicals schon alles erlebt bzw. erleben lassen. Aber das ist kein Grund das Alte Schauspielhaus in Stuttgart nicht zu besuchen. Sondern ein Grund mehr.

Argentinien im Jahr 1934: Eva Duarte stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Durch ihr Gesangs- und Schauspieltalent schwingt sie sich zum Star auf. Durch ihre Ehe mit dem Politiker Juan Perón wird sie sogar zur First Lady. Um ihr Ansehen zu steigern, engagiert sich Evita, wie sie vom Volk liebevoll genannt wird, für die Armen und Unterdrückten, wodurch sie zum schillernden Mythos wird.

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Bildquelle: Schauspiel Bühnen Stuttgart cc. by 2.0


Bildquelle: flickr / "Vorhang auf" von Kersten A. Riechers cc.by 2.0