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Donnerstag, 19. November 2015, 10:05 Uhr

Würzburger helfen in Kroatien und Serbien

Schnelle Flüchtlingshilfe?

Am Montag fahren elf Freiwillige an die kroatische und serbische Grenze. Warum? Weil sie Flüchtlingen vor Ort helfen wollen. Und weil Julie und Christian aus Würzburg alles dafür organisiert haben.

Ein bisschen leichter haben Julie und Christian sich das schon vorgestellt. Sie wollen doch nur helfen. Dort, wo viele Flüchtlinge zum ersten Mal in Europa ankommen. Stattdessen sitzen sie noch immer In Würzburg und organisieren. Eigentlich wollten sie schon Ende Oktober nach Kroatien, an die Grenze nach Bosnien-Herzegowina. Jetzt geht es nächste Woche, am 23. November los.

Die Aktion ist nun größer als gedacht

Die Wartezeit hat sich aber auch gelohnt. Ursprünglich wollten sie mit nur einem Transporter losfahren. Daraus sind nun drei geworden. Und aus den beiden wurden inzwischen elf Helfer. Dadurch können Sie sich sogar in zwei Teams aufteilen. Ein Teil der Gruppe fährt nach Slavonski Brod in Kroatien, der zweite Teil noch rund 600 km weiter nach Preševo in Serbien.  Was sie dort machen? Ankommenden Flüchtlingen helfen. Sie wollen vor allem Essen und Kleidung verteilen, die Menschen mit dem Nötigsten versorgen.


Wir wissen schon von anderen Gruppen, dass es wirklich anstrengend sein wird.
Von anderen, die schon vor Ort waren, wissen sie, dass es belastend wird. Nicht nur, dass man wenig schläft und den ganzen Tag körperlich hart arbeitet. Es geht auch auf die Psyche. Ständig werden sie sich entscheiden müssen, wem sie nun schnell helfen und wem nicht. Für alle werden sie nicht genug dabei haben. Die Belastung macht auch ihren Familien Angst. Die beiden sind 21 und 22 – da darf man sich als Eltern schon noch Sorgen machen.

Ein Großteil der Familie findet das toll und unterstützenswert. Klar ist aber auch Angst dabei.“
Am 28. November geht es wieder zurück. Die Autos sind nur geliehen und müssen dann wieder zurückgegeben werden. Das Geld dafür haben sie via Crowdfunding gesammelt. Das lief anfangs zwar etwas schleppend an, sie haben aber ihr Mindestziel mittlerweile schon überschritten. Trotzdem sind sie natürlich über jede weitere Unterstützung dankbar. Sie rechnen damit, dass sie für 15 € in etwa 20 Kindern für einen Tag Essen bieten können. Aber nicht nur Geld hilft ihnen. Aktuell suchen die beiden noch dringend nach Rucksäcken, Taschenlampen, Schlafsäcken und Zelten.

Alle Infos zur Aktion findet ihr auf der Facebook-Seite der Aktion.




Wir werden auf jeden Fall noch einmal mit den beiden telefonieren, wenn sie zurück sind. Mal schauen, was sie dann zu erzählen haben.

Bildquelle: Flickr | "ISAF Volunteers Lend Helping Hand to Afghan Refugee Camp" by ResoluteSupportMedia | by cc 2.0