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Montag, 20. März 2017, 00:00 Uhr

Les meilleurs films français

Oh Frankreich, du Filmparadies

Käseplatte statt Popcorn, Merlot statt Bier und Baskenmütze statt lässiges Cap. Habt ihr alles vorbereitet? Dann seid ihr zum Tag der Frankophonie perfekt gewappnet für einen wundervollen, französischen Filmabend. Achso - 92347957 Stunden Zeit bräuchtet ihr noch.


Manch einer in der egoRedaktion ist überzeugt: wir sind hier alle im falschen Körper oder wenigstens im falschen Land geboren.
Eigentlich sind wir alle Franzosen. Und genau das kommt unausweichlich mit voller Wucht ans Tageslicht, wenn wir mal wieder einen französischen Film gesehen haben. Warum? Nun, die Frage wollen wir hier gar nicht beantworten. Das überlassen wir den herrlichen Filmen, die uns immer wieder dazu bringen, einen Schnauzer tragen zu wollen oder wild gestikulierend Worte wie "Mon Dieu!" oder "C'est mes oignons, comprends-tu?" in den Raum zu werfen.


L'art d'aimer
Es gibt Liebeskomödien, die vor Schnulz und Klischees nur so strotzen und es gibt L'art d'aimer. Der Regisseur dieses Films, Emmanuel Mouret, schafft es auf bezaubernde und witzige Weise in mehreren kleinen und eher kurzen Episoden verkorkste und verkniffene Beziehungen zu beschreiben, die irgendwie wahnsinnig fremd und gleichzeitig unglaublich vertraut erscheinen. Das besondere an diesem Werk: man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht, weil ständig Neues passiert und man sehr angenehm durch die Geschichte getragen wird.





Dans la maison
Wir konnten uns einfach nicht entscheiden. Wir hätten tatsächlich gerne jeden Film von François Ozon in unseren Artikel aufgenommen, aber das hätte ein wenig den Rahmen gesprengt. Deswegen legen wir den Fokus mal auf Dans la maison. In diesem Psychothriller geht es um einen Lehrer, der sich voller Begeisterung einem jungen Schüler annimmt, weil er überzeugt ist, ein Literaturtalent entdeckt zu haben. So lädt der Lehrer seinen Schützling auch zu sich nach Hause ein - und ist sich nicht bewusst, welch großen Fehler er damit begangen hat.





The Artist
Wir reisen ein wenig in der Zeit zurück und landen im Hollywood des Jahres 1927. Wir denken an wunderschöne Kleider, Wasserwellen und hübsche Oldtimer. Die Schauspieler dieser Zeit allerdings mussten an Veränderung und viele Umstellungen denken, denn etwas Großes bahnte sich im Filmgeschäft an: der Tonfilm. In der Tragikkomödie The Artist wird mit wenigen Worten und wunderschönen Schwarz-Weiß-Bildern gezeigt, wie hart das Leben der Leinwandstars war und wie unterschiedlich alles verlaufen konnte - eine unglaubliche Hommage an das alte Hollywood.





Les Triplettes de Belleville
So, nach so viel hartem Tobak, werden wir mal wieder etwas witziger - mehr Worte gibt es allerdings weiterhin nicht. Seit 2003 ist die Welt um einen großartigen Zeichentrickfilm reicher: Les Triplettes de Belleville. Hier will ein kleiner Junge namens Champion unbedingt Radsportler werden und schafft es mithilfe seiner Großmutter sogar bis zur Tour de France. Allerdings ist er einfach noch nicht gut genug und bildet das Schlusslicht - was ihm leider zum Verhängnis wird. Die französische Mafia schnappt sich nämlich die Nachzügler und will sie für Wetten einsetzen. Doch noch ist nichts verloren! Denn die Großmutter nimmt die Verfolgung auf und findet mit Les Triplettes de Belleville Hilfe.





Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?
Dieser Film ist in Deutschland besser bekannt unter dem Namen Monsieur Claude und seine Töchter und behandelt auf wirklich gewitzte Weise das große Thema Klischees. Monsieur Claude hat vier Töchter - drei von ihnen sind verheiratet. Doch genau das macht den Vater so unglücklich, denn diese drei haben keinen Christen zum Ehemann genommen, sondern einen Muslim, einen Juden und einen Buddhisten. Aber Monsieur Claude schöpft Hoffnung! Denn seine Jüngste ist noch nicht unter der Haube und könnte alles wieder gut machen. Es kommt allerdings ganz anders.





Ensemble, c’est tout
Wer das Buch gelesen hat, weiß: diese Geschichte ist einfach eine wundervolle Abendunterhaltung. Ensemble, c'est tout ist witzig, traurig, putzig, schön, zum heulen - ja, alles einfach. Außerdem mussten wir ja irgendwie noch einen Film einbringen, in dem Audrey Tautou eine Rolle spielt.




2 Days in Paris
Wir geben zu: dieser Film ist nicht durch und durch französisch. Aber wir drücken ein Auge zu, denn 2 Days in Paris ist wirklich sehenswert. Es geht um das Pärchen Marion und Jack, die nach Paris reisen, um dort Marions Eltern zu besuchen. Für sie ist das ein schöner Trip, immerhin sieht sie Familie und Freunde wieder, für ihn allerdings ist der Aufenthalt nicht so einfach - Jack versteht die Sprache nicht, ist eh generell unentspannt und wird auch noch ständig vom Vater seiner Freundin provoziert. Dazu kommen noch einige unentdeckte Eigenarten und frühere Liebschaften von Marion, die das Geschehen weiter verzwicken.





Paulette
Paulette ist eine ältere Dame, die im Vorort einer größeren Stadt lebt und kein sehr luxuriöses Leben führt, obwohl sie früher gemeinsam mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann ein gutes Restaurant führte. Nun allerdings ist sie verbittert und verarmt und gibt vor allem Ausländern die Schuld daran. Als sie dann aber bemerkt, wie gut es einigen Jugendlichen in ihrer Straße dank Drogenhandel geht, will sie ebenfalls in das Geschäft einsteigen.





La cage dorée
La cage dorée ist ein französisch-portugiesischer Film und handelt von einem Ehepaar aus Portugal, das nun schon seit einiger Zeit in Paris lebt und dort bei Kollegen, Arbeitgebern und Nachbarn unglaublich beliebt und geschätzt ist. Als die beiden aber viel Geld und Grund in Portugal erben, stehen sie vor einer großen Entscheidung: zurück in die Heimat Portugal, die sie sowieso immer wieder vermissen oder doch weiterhin in Paris leben und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben? Nachdem das Paar immer mehr in Richtung Heimat gezogen wird, beschließen die Freunde und Arbeitgeber in Paris alles dafür zu tun, dass das Ehepaar bleibt.



Bildquelle: flickr | "Amelia" von Piutus | cc by 2.0