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Dienstag, 08. März 2016, 00:00 Uhr

Eye Conductor: Musizieren mit Mimik

Next Level Shit

Schon mal Gitarre, Schlagzeug oder Geige mit gefesselten Händen gespielt? Mit herkömmlichen Instrumenten ist das schwierig bis unmöglich, würden wir mal ganz dreist behaupten. Mit dem Eye Conductor von Andreas Refsgaard jedoch ein Kinderspiel.

Viele, die ein Instrument spielen, sagen, dass alles darauf ankommt "es zu fühlen", also sowohl mit Geist, als auch dem Körper im Einklang mit der Melodie zu sein und so in neue Sphären abzudriften. Jeder, der dies mal gespürt hat, weiß, dass das die Quintessenz des Musizierens ist. Doch was, wenn beispielsweise eine körperliche Eingeschränktheit dieses Erlebnis per se verhindert? Das ist doch unfair - das hat sich auch der Däne Andreas Refsgaard gedacht, der als Abschlussprojekt für das Copenhagen Institute of Interaction Design ein Programm entwickelt hat, mit dem man ganz einfach via Mimik musizieren kann.

I believe that the ability to express oneself artistically should be available to all, regardless of physical disabilities or challenges.
Der Eye Conductor übersetzt Blick und Mimik in Musiknoten oder Beats, so kann man mit den Augenbrauen beispielsweise die Oktave verändern, während man mit dem Mund Hall und Verzögerungen steuern und diverse Filter benutzen kann. Für die frühen Prototypen hat Refsgaard die FaceOSC-Technik von Kyle McDonald benutzt.

Abgefahren. Wie das Ganze dann genau aussieht und funktioniert, seht ihr im Video:



Bildquelle: Eye Conductor - Play music with eye movements and facial gestures | Screenshot Minute 00:25