Entdeckt
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Freitag, 10. Mai 2013, 00:00 Uhr

Straßenkunst von Peintre X

Wer's findet, darf's behalten

Peintre X macht die Straßen Münchens zur Galerie: Der anonyme Künstler hängt überall in der Stadt eingerahmte Aquarelle und Skizzen auf, fotografiert sie an Ort und Stelle und postet sie auf seiner Facebookseite. Das war’s. Für ihn zumindest. Denn für andere beginnt damit die Jagd auf seine Kunstwerke.
Für ein Bild benötigt er maximal eine Stunde. Anschließend legt er es in einen kostengünstigen Rahmen und befestigt sein Werk mit Allzweckkleber aus dem Baumarkt an einer Fassade. Bevor das Kunstwerk sich selbst überlassen wird, klebt er den Titel und eine Verlinkung zu seiner Facebook-Seite darunter. Für seine Fans auf Facebook hat sich so eine Schnitzeljagd entwickelt.


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Was mit seinen Bildern passiert, ist ihm egal. Er hat auch kein Problem damit, dass sie manchmal nur ein, zwei Tage hängen, oft sogar nur wenige Stunden. Er möchte mit seinen Gemälden der Gesellschaft etwas zurück geben. Frei zugängliche Kunst. Als Dank für die Inspiration die er durch sie bekommt: „The art can not exist without society, but also the society can not exist without art or learn a value. But what the artist returns to the society of which he lives?”

Die Gesellschaft. Seine Muse. Und doch kritisiert Peintre X den Umgang der Gesellschaft mit der Kunst: Kunst sollte für jeden frei zugänglich und nicht nur für viel Geld erhältlich sein. In seinen Gemäldern setzt er sich mit den Menschen und ihrer Stellung in der Gesellschaft auseinander.


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Er hängt nur Originale auf.
Und das nicht nur in München: Einige seiner Bilder hängen sogar schon in Paris und Athen. Am Freitag morgen ist Peintre X Interviewgast bei egoFM.


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Bildquelle: Facebook // Peintre X