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Freitag, 22. April 2016, 14:00 Uhr

Trinkwasser. Ein knappes Gut.

Stop The Water While Using Me! schenkt dieser Ressource Aufmerksamkeit

Wie ist es um die weltweite Wasserversorgung bestellt? Was kann man selbst besser machen? Wir haben uns mit Kaya Line Knust über den Umgang mit Wasser und über ihre Naturkosmetikmarke unterhalten.

Erstmal zu den Fakten:

# Mehr als 70% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Aber Achtung: Nur 3% davon sind trinkbares Süßwasser.
# Knapp 900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
# In Deutschland haben wir genügend Wasservorräte um alle Einwohner zu versorgen, allerdings ist die Aufarbeitung des Wassers (pumpen, reinigen, erwärmen) sehr energieintensiv.
# Im Schnitt verbrauchen die Deutschen ca. 130l Wasser am Tag. Nicht eingerechnet ist das Wasser, das für die Produktion unserer Lebensmittel, Bücher, Alltags- und Gebrauchsgegenstände benötigt wird. Und das ist richtig viel: Für 1kg Rinderfleisch werden 15.000l benötigt, für eine Tasse Kaffee 140l und für ein Buch etwa 1.650l.
# Im Laufe eines Lebens hinterlässt ein Deutscher einen Wasser-Fußabdruck von 159,5 Milliarden Kubikmetern - diese Menge entspricht mehr als dem dreifachen Volumen des Bodensees.


Muss das sein?

Wir haben Kaya Line Knust getroffen. Sie steckt als Geschäftsführerin hinter der Naturkosmetikmarke STOP THE WATER WHILE USING ME!, die es uns im Bad leichter macht uns dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen, im Kopf und aktiv. Die simple Message auf jeder Flasche bringt es zunächst auf den Punkt. Ein täglicher Reminder, unsere kostbaren Ressourcen zu schützen.



Die 2014 gegründete Initiative GOOD WATER PROJECTS, zu der die Kosmetikmarke gehört, setzt sich für die Trinkwassergewinnung auf der ganzen Welt ein. Gleichzeitig liegt das Thema Nachhaltigkeit im Fokus, denn die Produkte der Naturkosmetikmarke bestehen zu 100% aus natürlichen Inhaltsstoffen.

Du kannst uns in dein Aquarium kippen und am nächsten Tag schwimmen die Fische alle noch ganz fröhlich.

sagt uns Kaya Line im Interview. Die Produkte sind nämlich auch noch alle 100% direkt biologisch abbaubar.

Die Philosophie, die hinter STOP THE WATER WHILE USING ME! steckt, ist wunderbar. Steffi hat sich deshalb mit Kaya Line getroffen und mit ihr über ihre Produkte, den Bio Nachhaltigkeits Trend, die Wertschöpfungskette und den Überfluss, in dem wir in der westlichen Welt leben, gesprochen. Als Kind einer Hippie Kommune ist Kaya Line mit Naturkosmetik aufgewachsen und managed die Marke seit 4 Jahren mit großer Leidenschaft. Da hat sie natürlich einige Alltagstipps parat.

StopTheWaterWhileUsingMe 1

Steffi:  Aktueller Vegan und Bio Trend – Ist es Dir egal, dass es auch Konsumenten gibt, die Euer Produkt nur aus „Lifestyle“ Gründen kaufen?

Kaya: Prinzipiell hoffe ich mal, dass es alles nicht nur ein Trend ist, sondern dass wir in ein paar Jahren nicht mehr darüber reden, was Naturkosmetik ist und was nicht.
Ich habe aber immer lieber Jemanden, der einfach nur „mitschwimmt“, anstatt dass man gar nichts macht. Ich hoffe, dass dadurch das Denken nachhaltig verändert wird und ich glaube auch persönlich daran, dass es nicht nur ein Trend ist.
Ich glaube, das Bewusstsein der Menschen verändert sich. Wir verstehen langsam, dass wir ein Ressourcen Problem haben, wir verstehen, dass die Welt sich verändert, wenn wir uns nicht verändern. Dieser Trend & Lifestyle wird sich auf jeden Fall ändern – zu einem normalen Verhalten. Das merkst Du schon daran, dass Kinder in der Schule aufgeklärt werden, wie du Wasser vernünftig einsetzt, wie du Wasser sparst, wie du mit der Energie umgehst.

Steffi: Euch geht es ja nicht nur ums Wassersparen, sondern auch um die Nachhaltigkeit insgesamt. Wie integriert ihr Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette?

Kaya: Wir achten sehr darauf mit nachhaltigen Lieferanten zu arbeiten. Uns ist die Wertschöpfungskette allgemein sehr sehr wichtig. Alle unsere Produkte sind Naturkosmetikkonform und sind zertifiziert. Wir als Endprodukt sind nicht zertifiziert aber du kannst uns in dein Aquarium kippen und am nächsten Tag schwimmen die Fische alle noch ganz fröhlich, weil es alles 100% direkt biologisch abbaubar ist. Außerdem schauen wir genau hin, wo kommen die ganzen Rohstoffe her, wer sind die Lieferanten – da unterstützen wir nachhaltige Projekte. Z.B. unser Body Öl, da sind Öle von einem Lieferant aus Brasilien drin, der Nüsse aus Wildsammlungen bezieht, was so die nachhaltigste Methode ist um an Rohstoffe heranzukommen.

Außerdem schauen wir auch, dass wir in Länder gehen, wo Dürre noch ein großes Problem ist, wie z.B. Kalifornien oder sei es nur in Südeuropa. Wenn du in Spanien im Sommer bist, hast du auch ein Wasserproblem. Wir schauen, dass wir da entsprechend präsent sind und unsere Message verbreiten. Damit die Menschen alle ein bisschen Ressourcen sparender umgehen. Auch in der Produktion schauen wir, dass wir mit unseren Ressourcen sorgsam umgehen und nicht viel verschwenden – sei es Energie oder auch Wasser.

Steffi: Hast du zum Schluss ein paar Tipps, wie jeder im Alltag oder auch im Bereich Kosmetik einen kleinen Beitrag leisten kann?

Kaya: Zuerst einmal ist es ganz wichtig: Schau dir die Ressourcen an! Am Ende des Tages brauchst du von allem nicht so viel wie du denkst. Überleg mal, ob Du in so einem Überfluss leben musst! Muss immer dein Kühlschrank voll sein? Mach das Wasser aus während du dir die Haare einshampoonierst oder dir die Zähne putzt. Das finde ich – sollte schon dazu gehören. Musst du beim Abwaschen wirklich unter fließendem Wasser abwaschen? Muss es sein, dass du ein herkömmliches Waschmittel benutzt – kann es nicht ein Biowaschmittel sein, was einfach umweltschonender ist? Lächle Menschen an – ich glaube, dass wirkt auch ganz viel in unserer isolierten Welt. Das sind auch Veränderungen, die zum Verhalten beitragen können. Und, schau dir an – welchen Müll produzierst du, wie viel Plastik musst du produzieren? Kannst Du Sachen nachfüllen?

Ich bin der großen Überzeugung, dass man nicht als Einzelner versuchen sollte sich perfekt zu verhalten. Weil du dann einfach in Stress gerätst, am Ende frustriert bist und gar nichts mehr machst. Schau einfach, dass du ein bisschen was machen kannst. Ich glaube das hilft schon ganz viel! Brauchst du all deine Klamotten im Schrank? Kannst du davon nicht was an Flüchtlinge geben, weil es denen gerade hilft? Brauchst du all deine Zeit? Musst du noch eine Serie gucken oder ganz Du Menschen helfen?

Also übertreibe nicht, dass du am Ende frustriert bist, sondern schau einfach, dass du dich ein bisschen reflektiert im Alltag verhältst.  Ich glaube, damit können wir ganz Großes erreichen!



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Bildquelle: Stop The Water