Entdeckt
bücherverbrennung
Dienstag, 10. Mai 2016, 12:00 Uhr

Gedenkveranstaltung für verbrannte Bücher

München liest

Heute vor 83 Jahren fand in München die nationalsozialistische "Aktion wider den undeutschen Geist" statt - Bücher, die als "undeutsch" bezichtigt wurden, wurden verbrannt. Zum Gedenken lesen heute Schüler, Politiker und Künstler bis 18 Uhr aus diesen verbrannten Werken.


1933 veranstaltete der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) eine Bücherverbrennung auf dem Maximilianplatz. Rund 70.000 Schaulustige fanden sich damals zusammen, um Bücher von Schriftstellern wie Karl Marx, Karl Kautsky, Heinrich Mann, Erich Kästner, Sigmund Freud und zu vielen mehr brennen zu sehen. Allesamt galten sie als "undeutsch".
 
Heute werden deshalb am Münchner Königsplatz Werke von Autoren wie von Oskar Maria Graf und Franz Werfel von Schülern, Künstlerln und Politikern von 10.00 bis 18.00 Uhr vorgelesen. Ebenfalls wird diese Gedenkveranstaltung auch auf dem Maximilianplatz stattfinden.

Regensburg sorgt ebenfalls dafür, dass die Gräueltat nicht vergessen wird. Am 12. Mai findet eine Gedenklesung ab 20.00 Uhr in der Neupfarrkirche stattEbenso in Würzburg - dort wird am 10. Mai ab 10.00 Uhr auf dem dortigen Königsplatz gegen das Vergessen gelesen.


Bildquelle: Flickr | "Autodafé von Mibuchat | cc by-sa  2.0