Entdeckt
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Freitag, 03. Juni 2016, 06:40 Uhr

Bookuck 2.0.

Kommts amol alle zamm

Jung und Alt rannten letztes Jahr zur Premiere der bookuck ein Buchparadies nach dem anderen ein. Die Münchner Buchhandlungen waren aber bestens auf den Ansturm vorbereitet. Ab morgen geht's in die zweite Runde.

Es ist Samstagmittag, draußen regnet es Bindfäden und die Couch schreit mit ihren weichen, kuschligen Kissen geradezu danach, voll ausgekostet zu werden. Nebendran steht das gute alte Bücherregal und schon ist ein geliebter Schmöcker in die Hand gerutscht. Ihr streicht über den Buchband, blättert auf die erste Seite und dann liegt dieser bestimmte Geruch in der Nase. Ihr lest die ersten Zeilen und nach dem dritten Satz ist klar, dass es euch erwischt hat. Verschlagen in eine Parallelwelt und irgendwo zwischen Inspiration und Fantasie. Draußen könnte nun alles passieren, die Welt kann untergehen, ihr seid in eurer Bücherwelt eingeschlossen.

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Bildquelle: Facebook | bookuck

So ist es den Besuchern auf der ersten bookuck 2015 auch ergangen, abgetaucht und gestrandet auf zahlreichen Bücherinseln. DAS Paradies für jeden Bücherwurm. Doch wie kams denn überhaupt zu diesem besonderen Ereignis? Wir haben nachgefragt und hatten Dr. Klaus Beckschulte vom Landesverband Bayern an der Strippe. Er, zusammen mit anderen Organisatoren und den Buchladeninhabern, schmiedete Pläne wie man den Buchhandel für alle wieder greifbarer machen könnte. Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:



Wie Beckschulte selbst schon angesprochen hat, bringt das immense Angebot im Netz negative Auswirkungen aufs Buchgeschäft mit sich. Aber wenn man das Dilemma mal aus einer anderen Perspektive betrachtet, ist es doch eigentlich klar für welchen Komfort man sich entscheiden sollte. Der Amazon-Postbote kann das Buch zwar direkt vor die Haustür liefern, aber von Lesezensuren, geschichtlichem Hintergrundwissen und Autoren-Insidern hat er meist keine Ahnung. Et voilà:



Womöglich ist vielen diese Vielzahl an Dienstleistungen der Buchläden gar nicht wirklich bewusst. Und auch sonst zeigten sich die Buchläden im letzten Jahr am Tag der Premiere von ihren besten Seiten! Natürlich war in jeder Buchhandlung kompetentes Personal zur Stelle, eine vielfältige Auswahl parat und eine Menge Sahnehäubchen wurden zur Überraschung eingeladen.
Darunter zum Beispiel das Café Unterzucker, das im Laufe des Tages  sogar einen ganzen Fanzug von Buchhaltestelle in die Nächste mit sich gezogen hat. Für noch mehr Aufmerksamkeit sorgten auch etliche Autoren, die sich nicht scheuten aus ihren Werken vorzulesen. Untermauert wurden die vielen Aktionen mit netten Kaffee-und Kuchenständen, sowie zahlreichen Mitmachaktionen und Spielchen.



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Bildquelle: Facebook | bookuck

Noch bunter wird es dieses Jahr werden. Wenn die bookuck ab 4. Juni in die zweite Runde geht, können wir sicher sein, dass sie sich nicht lumpen lassen und noch einen draufsetzen wollen. Dieses Jahr kann man eigentlich von einem richtigen Festival der Buchläden sprechen. Eine Woche folgt eine Attraktion der anderen. Wir dürfen uns auf Schreibwerkstätten, literarische Stadtteil-Spaziergänge und Poetry-Slam freuen! Und das Ganze auch noch für Umme, also schaut vorbei und lasst euch in die Welt der Bücher verschleppen.


Bildquelle Titelbild: flickr | "Paris / 巴黎 - book store" von Blowing Puffer Fish | cc by 2.0