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Mittwoch, 24. August 2016, 06:00 Uhr

Strandlektüre: "Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel"

von Chris Nolde

Sein Leben ist ziemlich übel. Er ist Schriftsteller, aber ihm fehlt die Inspiration für ein ordentliches Buch. Kohle ist auch knapp. Und vor gesellschaftlichen Verpflichtungen läuft er ziemlich ungeschickt davon.

Max Baum hat diverse Probleme. Hauptsächlich haben die was mit den Bereichen Beziehung und Beruf zu tun. Und damit, dass er älter wird. Und mit den Panikattacken. Naja… eigentlich kann man schon sagen, dass seine Gesamtsituation ziemlich beschissen ist. Dabei ist er erst 27. Sein erstes Buch hat er allerdings bereits veröffentlicht – „Das traurigste Buch der Welt“. Und das war mehr so ein Kritikererfolg. In den Lesern hat es vor allen Dingen Aggressionen ausgelöst. Kein Wunder also, dass er nicht unbedingt mit Zuspruch rechnen kann, wenn er in der Öffentlichkeit erkannt wird.

Aber mit den Angriffen kommt er ziemlich gut klar. Was viel schlimmer ist, ist dass er es nicht auf die Reihe bekommt, ein neues Buch zu schreiben, was seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird und dazu noch seinem Verlag gefällt. Und dann ist da noch seine Freundin, die will, dass er endlich mal erwachsen wird. Aber Max flüchtet lieber vor seinem eigenen Geburtstag, indem er sich das Regenrohr runterhangelt –und wird dabei von eben dieser Freundin erwischt…

Die Hauptfigur in Chris Noldes Roman „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ hat einfach keine Lust auf Verbindlichkeiten oder Kompromisse. Dafür hat er ein schnelles Mundwerk und ziemlich unorthodoxe Methoden, um an Geld zu kommen. Aber wirklich glücklich macht ihn das auch nicht. Bis er sich eines Tages in eine Frau verliebt, die partout keine Ironie versteht. Und jetzt muss er überlegen, ob er lieber unverbindlich Sprüche klopft, oder mal tatsächlich Verantwortung für sein eigenes Leben übernimmt.

Chris Nolde hat für zehnseiten.de den Anfang seines Roman vorgelesen:



„Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ ist ein Roman für Taugenichtse und solche, die es werden wollen. Immer eine flapsige Antwort parat, immer eine gute Idee um sich die Zeit zu vertreiben – von Max Baum kann man lernen, wie man überlebt, wenn man ein geregeltes Leben nicht so richtig auf die Reihe kriegt. Und wie viele Probleme das so mit sich bringt. Chris Noldes Buch ist ein Leitfaden für umfangreiche Unverbindlichkeit. Und ein kleiner Arschtritt, dass das alles zwar ziemlich unterhaltsam ist, dass aber die eine oder andere Verpflichtung doch noch ein bisschen glücklicher machen kann.

Erschienen ist „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ bei Kein & Aber.

22e8636f3dec5ce9d64754204bdc6275  Chris Nolde
  Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel
  272 Seiten
  ISBN 978-3-0369-5736-4




















Das Buch gibt es hier.

Bildrechte Buchcover: © Kein & Aber
Bildquelle Titelbild (Bild bearbeitet): Flickr |Chal Moos:"Hammock relaxation"| cc by 2.0