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Freitag, 17. Juni 2016, 17:00 Uhr

Die merkwürdigsten Nachrichten der Woche

Von Avocadodealern zu Pornhub für Blinde

Im Netz wuselt es nur von kleinen, mal wichtigen, mal ziemlich wissenswerten und mal eher weniger schlauen Nachrichtenmeldungen, die jede Woche in die Hände unserer Online-Redaktion fliegen. Wir können einfach nicht anders, als die Finger in die Tasten zu hauen.

Ach, Internet. Wir lieben dich. Und zwar nicht nur weil du uns wichtige Informationen superschnell lieferst, sondern auch weil du uns wahnsinnig dämliche Informationen schenkst, die unseren Tag etwas witziger machen. Und dafür sorgst, dass wir verdammt verwirrt sind.

Das seltsame Verschwinden der Avocados
Avocados scheinen schon bald wie die letzte Cola in der Wüste und nicht mehr wie Sand am Meer zu haben zu sein. Avocados sind die nächsten unbezahlbaren Edelsteine. Nein, eigentlich sind Avocados wie die langsam aussterbende Seltenheit der isländischen Eisbären. Avocados sind quasi schon bald die letzten paar D-Mark. Denn die ganze Menschheit ist hinter ihnen her.
In Neuseeland fing es diese Woche an. Wie die örtliche Polizei berichtet, gibt es dort Probleme mit einer sehr mysteriösen Verbrecherbande, die nachts Avocadofelder unsicher machen und tatsächlich ausrauben. Alle Avocados wurden kaltblütig abgesäbelt. In einer Nacht konnten 40 Delikte dieser Art festgestellt werden und der Grund ist recht einfach: Avocados sind derzeit mehr als beliebt und mehr als wertvoll (kostet ja einiges im Supermarkt). Ein guter Fang für die Diebe, die die Früchte auf dem Schwarzmarkt verkaufen können.

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Bildquelle: Flickr | "Avocado" von Damian Gadal | cc by 2.0

Die Raucherabtörnaffäre
Rauchen ist ungesund. Wer raucht, führt seinem Körper und den Menschen seiner Umgebung Schaden hinzu… ja dies und das. Wir kennen die altbekannte Leier und wir kennen auch die netten Bilderchen auf den Schachteln, die es verhindern sollen, dass man doch immer wieder zum Glimmstängel greift.  Ob das was bringt, sei mal dahin gestellt – eine neue Idee soll aber nun wirklich Hilfe bringen.
Wieder ein Blick auf den australischen Kontinent. Denn dort wurde schon im Jahr 2012 eine raffinierte Strategie eingeführt, um das Rauchen zu verringern. Pantone 448 C lautet die Lösung – keine Gegendrogen, die man sich stattdessen einwirft, nein! Ein ganz spezieller Farbcode, den der australische Zigarettenhersteller für die Packungen ausgewählt hat und der laut einiger Studien die hässlichste Farbe der Welt sein soll. Ziel der Sache: die Farbe soll so abtörnen, dass es einem vom Hinsehen schon schlecht wird. Ein grün-braunes Farbgemisch von Erbrochenem, Oliven und Teer. Yummy! Doch tatsächlich ist in den vergangenen vier Jahren das Rauchen in Australien zurückgegangen. Und das haben sich nun auch Frankreich, Irland und England zu Herzen genommen – die wollen auch bald diesen Farbcode einführen.

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Bildquelle: Flickr | "cigarette" von Denis Defreyne | cc by 2.0

Pornos für Blinde
Gleichberechtigung ist immer gut, egal in welchem Bereich. Hat sich auch die Seite Pornhub gedacht und eine Strategie entwickelt, wie Blinde Pornos „sehen“ können. Klar, läuft ein bisschen anders, denn das Filmchen muss man eher als Hörbuch sehen: das Erotikportal bietet in der Kategorie „Videobeschreibung“ kommentierte Versionen der 50 beliebtesten Videos auf ihrer Website an und gibt so auch Blinden Menschen Zugang zu Pornoseiten. Schon jetzt kommt diese neue Idee ziemlich gut unter den Blinden an. So lobt Joel Snyder vom American Council of the Blind, dass Blinde Menschen dasselbe Recht auf Pornografie [haben] wie jeder andere.

Die wichtigen Schäferstündchen
powernapWenn es nach dem Londoner Psychologen Akshat Rathi gehen würde, dann sind es 4,5 Stunden Schlaf pro Tag, die zur Erholung ausreichen sollten. Konkret heißt das: vier Stunden in der Nacht zwischen 0:30 und 4:30 und dann noch zweimal 15 Minuten beim Powernap zwischendrin entspannen. Mensch, das sind doch eigentlich ganz informelle Neuigkeiten, die man mal ausprobieren könnte.
Und das geht auch! In der Londoner Innenstadt ist von 16. Juni bis 11. Juli eine Pop-Up Nap Station eingerichtet, bei der sich die Besucher ein Nickerchen gönnen können. Danach wird man mit Kaffee versorgt und natürlich gibt’s kostenloses WLAN.