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Mittwoch, 27. Juli 2016, 03:35 Uhr

Kunst mal anders

5 abgefahrene Kunstprojekte 2016

Über Graffiti-Verschönerung, eine Nackt-Installation gegen Trump, in Vakuum verpackte Pärchen oder ein Ballon als Wohnung? Diese Kunstprojekte sind alles andere als normal. Wir zeigen euch die Verrücktesten.

# 01 Graffiti-Verschönerung
Eher lame Graffitis wie „Fuck you“ oder „Shit“ sieht man ja zu Genüge. Meistens sind sie zwar gut leserlich, weil der Künstler ja seine Botschaft verbreiten will. Doch irgendwie sind extrem viele Hauswände mit - für Laien - unleserlichem Gekritzel besprayed. Vor allem mit Taggings – das sind Signaturen der Sprayer. Und genau das störte den französischen Streetart-Künstler Mathieu Trembin so sehr, dass er mittlerweile Tags übermalt und in leserliche Schrift überträgt. Sein Projekt heißt deshalb auch „Tag Clouds“. Irgendwie ganz cool.

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Bildquelle:
instagram | cutedropblog


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Bildquelle: instagram | avotroskunst


#02 Liebe einfach vakuumverpackt
Eine sehr abgefahrene Idee. Pärchen werden in eine Plastikfolie vakuumverpackt. Aber warum? Haruhiko Kawaguchi aus Japan konservierte Paare für seine Fotostrecke „Flesh Love“. Klingt ziemlich ungemütlich und ist bestimmt nichts für Leute mit Platzangst. Einer der 80 Herren pinkelte sich vor Panik sogar in die Hose… Leicht verstörende Idee, aber irgendwie auch ein bisschen ästhetisch - zumindest im fertigen Foto.


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Bildquelle: instagram | colenahal

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Bildquelle:
instagram | mortamoda


#03 Nackt gegen Trump und für Frauenrechte
Ein Protest, der sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Über 130 Frauen demonstieren gegen Donald Trump – und zwar nackt. Eine Installation von Spencer Tunick mit dem Namen „Everything She Says Means Everything“. Er sieht Donald Trump als einen Loser – da hat er gar nicht mal so Unrecht. Jede Frau hält einen Spiegel in der Hand, der die Reflektion jedes Mensch als Individuum darstellt. Das ganze spielte sich kürzlich vor Trumps Rede in Cleveland ab. Ziemlich mutig und provokativ…

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Bildquelle: instagram | mamariot_


#04 Kunstfigur Graham ist zwar hässlich, würde aber Autounfälle überleben
Unfallchirurgien und eine australische Künstlerin kreirten Graham. Diese Figur zeigt, wie unser Körper eigentlich sein müsste, um schwere Autounfälle zu überleben. Dicker Hals, starker Nacken, flache Nase, viele Polster an den Rippen. Ein künstlerisch-wissenschaftlicher Appell an alle Raser und für mehr Verkehrssicherheit.




#05 Leben in einem Ballon
Fast in jeder Stadt steigen momentan die Mietpreise extrem an. Und das kann's einfach nicht sein. Aber wie zur Hölle soll man denn in einem 50 Kubikmetern großen Ballon leben? Er ist zwischen Häusern aufgehangen, deine Dusche ist eine Telefonzelle, keine Küche, keine Privatsphäre. Gar nicht mal sooo geil. Der Wohnballon Bloon ist ein Projekt von 20 Architektur-Studenten der Hochschule Bochum, in dem sie testweise eine Woche lebten. Irgendwie schon ein echtes Kunstwerk, vor allem Abends, wenn die Kugel mit verschiedenen Bildern beleuchtet wird. Ob sich das durchsetzt?

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Bildquelle: Facebook | Akzo Nobel | BLOON





Bildquelle Titelbild: Flickr | Rog01 _ Art by cc 2.0