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Mittwoch, 24. August 2016, 04:05 Uhr

Bands, die ihr eigenes Bier brauen

Hopfen und Malz, Gott erhalt's

Bei diesen Bands gehen Hopfen und Malz nicht verloren. Neben ihrer Tätigkeit als Musiker verfolgen sie jetzt auch ihre andere Leidenschaft auf beruflicher Ebene. Bier wird nämlich nicht mehr nur getrunken, sondern auch selbst hergestellt.


New Order
Wer so lange im Musikgeschäft ist wie die britische Post-Punk Band New Order, weiß was alkoholtechnisch mit auf Tour genommen werden muss, damit die Stimmung konstant hochgehalten wird. Jetzt sind sie selbst unter die Bierbrauer gegangen, um das Angebot an Biersorten ein wenig zu erweitern. Zusammen mit der unabhängigen Brauerei Moorhouse’s bringt die Band ihr eigenes Ale "Stray Dog" auf den Markt. Das ist nach einem Song ihres aktuellen Albums Music Complete benannt und soll nach Zitrusfrüchten und Litschi schmecken.

collage new order
Bildquelle: facebook | New Order

Traditionelle Biertrinker werden jetzt mit den Augen rollen, weil Litschi und Zitrusfrüchte normalerweise eher nichts in Bier verloren haben. Aber dieses Ale wird am 28. August in Manchester das erste Mal ausgeschenkt. Der Rest Englands wird dann Mitte September mit "Stray Dog" beliefert und spätestens dann können sich auch die Skeptiker von der neuesten Kreation von New Order überzeugen. Und wenn es nicht schmeckt, könnte die Musik von New Order behilflich sein. Denn laut einer Studie der Freien Universität Brüssel und der KU Leuven schmeckt Bier besser, wenn dazu die richtige Musik gehört wird. Also Verstärker aufdrehen und Kopf innen Nacken.


The Editors
Das eine Band wie New Order ein Bier auf den Markt bringt, ist nicht unbedingt eine neue Idee. Schon vor einem Jahr kreierte die britische Rockband The Editors ein Bier, dass leicht nach Kaffee und Schokolade schmeckt. In Kooperation mit dem Brussels Beer Project entwickelten sie ein herbes Getränk, dass die Musik ihres Albums In Dreams widerspiegeln soll. Übrigens war dieses Bier Teil des oben genannten Experiments der Freien Universität Brüssel. Also wissen wir eines genau: Das Bier der Editors schmeckt besser, wenn man gleichzeitig ihre Musik hört.

"Salvation" heißt das Gebräu und ist, wie das New Order-Bier, nach einem Lied des Albums benannt. Ein alkoholisches Getränk "Erlösung" zu nennen, ist irgendwie witzig und verstörend zugleich. Was meinen sie wohl damit? Dass Alkohol keine Lösung, sondern die Erlösung ist? Ein Gedanke, der wohl jedem schon einmal gekommen ist.




Queen
Auch Queen haben ein Bier auf Lager. Und zwar das "Queen Bohemian Lager", das zum 40. Jubiläum ihres ersten Nummer-Eins-Songs "Bohemian Rhapsody" herauskam. Aber auch in der Schnaps- und Weinbranche waren sie bereits aktiv. Ihr Wodka "Killer Queen“ wurde zur Ehren des gleichnamigen Lieds vermarktet und knallt frei nach dem Motto: „Guaranteed to blow your mind – anytime“. Auch ihr Rotwein "Millionaire Waltz Malbec" war schon an dem ein oder anderen Kater schuld. Mal schauen, was die nächsten Jubiläen so auf den Markt spülen.


Maximo Park
Um ihr fünftes Studioalbum Too Much Information gebührend zu feiern, brachten Maximo Park ihr Ale "Maximo No.5" auf den Markt. Das erinnert uns aus irgendeinem Grund ein bisschen an Lou Bega. Wie es ihm wohl geht? Auch ein bekannter Duft steigt gleich in die Nase, wenn man den Biernamen ausspricht.



Egal, denn auch hier wurde das Reinheitsgebot mehr als strapaziert. Grapefruit, Orange und Litschi sollen den Gaumen ein wenig kitzeln. Das Bier wurde auf ihrer Tour und in ausgewählten Pubs ausgeschenkt.

Das hat uns Paul Smith, Sänger von Maximo Park, zu ihrem Bier gesagt:




Wir haben auf jeden Fall noch einiges vor. Denn natürlich muss jedes Getränk gründlich von uns getestet werden. Na dann, Prost!



Titelbild: flickr | "Ahh, the colors of fall. A picturesque autumn afternoon bike ride and enjoyment at @confluencebrew" von regan76 cc by 2.0