Entdeckt
narcos_netflix
Donnerstag, 15. September 2016, 09:00 Uhr

Escobars Sohn stellt Fehler an Narcos bloß

Bei Fußball hört künstlerische Freiheit auf

Serien über wahre Persönlichkeiten sind immer ein bisschen mit Schummeln verbunden: Man kann sich den ganzen Tag auf die Couch fläzen, immerhin bildet man sich ja. Dem Plot zuliebe können sich allerdings Fehler einschleichen...

Seit Ende August gibt es auf Netflix die zweite Staffel Narcos, der Serie, die das Leben das Drogenbarons Escobar von 1975 bis zu seinem Tod porträtiert. Diese ist jedoch mit ein paar Fehlern aufgehübscht, die sein Sohn Sebastián Marroquín auf Facebook aufgedeckt hat. Der will eigentlich gar nichts mit den Geschäften seines Vaters zu tun haben, sieht es jedoch in seiner Pflicht, die falschen Details richtig zu stellen.

En nombre de mi país y en honor a la verdad real de los hechos acontecidos entre los 80's y 90's me veo en la obligación de exponer lo gravísimos errores de una serie que se auto proclama como veraz, cuando dista muchísimo de serlo, insultando así la historia de toda una nación y de muchísimas víctimas y familias.
28 Fehler hat der Architekt gefunden, bei denen es hauptsächlich um die falsche Darstellung der Personen handelt. Zum Beispiel die Carlos Henaos, der Marroquíns Meinung nach kein Dealer, sondern ein guter Mann gewesen sei. Auch die Flucht aus dem Luxusgefängnis La Caterdral wurde falsch erzählt. Laut Marroquín gab es keine derart große Konfrontation. Anders, wie in der Serie dargestellt, ist lediglich ein Wärter ums Leben gekommen. Außerdem war die Flucht schon beim Bau des Gebäudes vorgesehen: Pablo Escobar befahl, ein paar Steine lockern zu lassen.
Des Weiteren solle Escobar die letzten Tage seines Lebens allein und nicht in Gesellschaft derart vieler Banditen gewesen sein. Die meisten seiner engsten Partner waren entweder schon tot oder ausgeliefert.

Escobars Sohn will auch klarstellen, dass sein Vater die Zivilbevölkerung Calis nicht gefährdet habe, sondern bestmöglichst aus dem Drogenkrieg rausgehalten hat. Angriffe wurden nur auf das verfeindete Kartell ausgeübt. Besonders gravierend ist jedoch der falsche Lieblingsfußballclub: Pablo Escobar war kein Fan des Atlético Nacional, sondern des Independiente Medellín.

Wer Lust auf die wahre Geschichte hat, solle doch bitte sein Buch Pablo Escobar: My Father lesen.

Den kompletten Post von Sebástian Marroquín könnt ihr - auf Spanisch - hier lesen:



Bildquelle (C) Netflix