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Donnerstag, 15. September 2016, 12:05 Uhr

Frankreich verbietet Verkauf von Plastikbesteck

Über den Tellerrand

Frankreich geht mit gutem Beispiel voran: Ab 2020 wollen sie weitgehend plastikfrei sein. Seinen To-Go-Salat mit der Plastikgabel zu essen, soll dann nicht mehr möglich sein.

Frankreich macht jetzt Nägel mit Köpfen! Ab 2020 sind dort Plastikbesteck sowie Verpackungen und Plastikbecher verboten. Kunststoff-Produkte müssen dann biologisch abbaubar sein. Dieses Gesetz wurde verabschiedet, um die Umwelt und unsere Ozeane zu schützen. Zumindest die Franzosen geben sich recht aktiv, was den Umweltschutz innerhalb der Europäischen Union angeht. Im Juli wurden bereits Plastiktüten verboten.

Die europäische Lobbygruppe der Verpackungsindustrie steht aber schon in den Startlochern und hat Widerstand angekündigt. Sie argumentieren, dass das Gesetz gegen den freien Warentransport im europäischen Binnenmarkt verstoße, so die Nachrichtenagentur AP gegenüber den Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

Frankreich geht also zunächst mit gutem Beispiel voran. In unserer Nachhaltigkeitswoche im April hatten wir uns bereits mit dem Thema Plastik beschäftigt und hätten die Plastikvermeidung gerne auch für Deutschland salonfähig. Das ist im Alltag aber gar nicht so einfach - auch wenn man es wirklich will. egoFM Linda startete einen Selbstversuch und hat ziemlich schnell gemerkt, dass der konsequente Verzicht auf Plastik seine Grenzen hat.
 
Es gibt mittlerweile natürliche Alternativen zu Plastik z.B. Zellulose oder Verpackungen aus Milchproteinen. Darüber kann man sich natürlich als Veganer auch wieder streiten. Ist ja schließlich nicht vegan, aber essbar und besser als Plastik.



► Für vegane und umweltbewusste Einkäufer gibt es eine Menge verpackungsfreier Supermärkte, die ihr hier auf egoFM findet.


Bildquelle: flickr | "cup" von Petras Gagilas | cc by 2.0