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Donnerstag, 24. November 2016, 15:00 Uhr

egoKünstler in der Klatschpresse

Liebes-Aus! Schlägerei! Skandal!

Was haben egoFM und Twilight gemeinsam? Nichts? Falsch! Die Antwort lautet: SoKo, FKA Twigs, und St. Vincent. Und es gibt noch einige andere Verbindungen zum Boulevard. Zeit, dass wir uns da mal umschauen.

Liebes-Aus! Knutsch-Foto! Nasenbeinbruch! Das wollten wir schon immer mal in einem Artikel verwenden. Ohne hier explizit Titel zu nennen, manchmal würde es uns schon Spaß machen, solche Berichte zu verfassen wie diese ganzen anderen Zeitungen und Zeitschriften mit den BUNTEn BILDern drin. Aber da uns Hollywoodpromis und deren Skandale ziemlich eGALA sind, lassen wir das lieber – außer heute. Natürlich nicht ganz ohne egoFaktor: So mancher egoKünstler macht auch mal einen Ausflug in die Klatschpresse. Mal mehr, mal weniger freiwillig.

Das Gute daran ist jedoch immer, dass diese kennenswerten Personen von abseits des Mainstreams dadurch eine viel größere Reichweite bekommen und so vielleicht auf den Radar einer ganz neuen Zielgruppe gelangen. Wir drehen den Spieß heute mal um und wärmen ein paar A-Promi Schlagzeilen für euch auf, in denen auch Künstler aus dem egoProgramm auftauchen.

Erste unverzichtbare Komponente: Liebschaften. Und da kommen auch gleich die genannten Twilightstars ins Spiel. Kristen Stewart wurde im Frühjahr knutschend mit SoKo gesichtet – die kennt ihr auch aus dem egoProgramm:



SoKo und Kristen Steward, das ist ja wie graffitiverzierter Alternativschuppen mit rotem Teppich. Doch dann das Aus – hat eine der beiden die andere betrogen? Konnte SoKo Kristens nicht zugedrehte Zahnpastatube einfach nicht mehr ertragen? Was ist passiert, dass das zarte Pflänzchen der Liebe so schnell wieder entwurzelt wurde? Wir wissen es nicht – vielleicht ist auch nur Kirstens Radio kaputt, auf jeden Fall lesen wir Ende Oktober: „Indie rock goddess and former Twilight star made their first public appearance together in LA on Wednesday!“ Oh-ha! Es geht dabei nämlich um keine Geringere als St. Vincent.

Und weiter geht’s im Twilight-Cast: Mit Robert Pattinson machte ein weiteres Mitglied der Vampirsippe mit seinem Liebes-Aus Schlagzeilen. Der sagte im September seine Hochzeit mit FKA Twigs ab. Oh nein! Aber immerhin haben vielleicht ein paar Twilight-Fans jetzt St. Vincents Elektropop-Jazz oder charmanten englisch-französischen Dreampop von SoKo oder FKA Twigs glitzernden R’n’B auf der Playlist.



Weg vom Herzschmerz und hin zu dem im Nasenbein. Oder eher im Unterarm, denn genau den hat sich ein Fan von Watsky gebrochen, als der Rapper…auf ihr landete.

I pride myself on trying to put on a good show and always giving 100% energy, but jumping off some high shit doesn't make someone a good musician or performer
O-Ton Watsky nach dem Unfall. Angeblich hatte er mit dem Sprung ins Publikum von einem über zehn Meter hohen Pfeiler der Beleuchtungsanlage versucht, seine Schüchternheit bei Bühnenshows zu überwinden. Super, wenn sich jemand auch mal was zutraut, leider ahnte die Crowd nichts von Watskys neu gewonnenem Selbstvertrauen, wich ehrfurchtsvoll zur Seite und das Ergebnis waren blaue Flecken und Schürfwunden beim Musiker und einem seiner Fans, sowie der gebrochene Arm einer weiteren Zuhörerin. Autsch! Und eine Menge breit gestreute Publicity – immerhin.

Fame aus zweiter Hand (oder Faust) erfuhren auch Warpaint diese Woche. Zu verdanken, wenn man’s denn so nennen kann, haben sie das dem Hollywood-Schauspieler Shia LaBoeuf. Der war bei einem Konzert der Band und soll dort ein Mädchen bedroht und angegangen haben – wie genau, ist nicht bekannt, denn weder die Band, noch Shia selbst haben sich bisher dazu geäußert. Aber wieder gilt: Hallo! Warpaint!

Und schließlich kann auch Mac Miller bei diesem Thema mitreden. Der hat zwar nicht selbst mit einem Skandal Schlagzeilen gemacht, ist aber durch die Skandale eines anderen zumindest ins Bewusstsein gerückt. Schon 2011 veröffentlichte er einen Song namens "Donald Trump", damals wurstelten sowohl der Großunternehmer, als auch der Rapper noch mehr oder weniger unbehelligt vor sich hin, doch irgendwann kam man an Ersterem einfach nicht mehr vorbei und auch wenn Mc Miller nicht viel vom neuen Mr. President halten mag, so hat er dessen abrissbirnenhaftem Marketing sicher ein Paar Bekanntheitspunkte zu verdanken – immerhin.



Zweifelhafter Ruhm oder nicht, verdient oder nicht – alles Wurscht. Lieber Watsky, lieber Mac Miller, lieber Rest: Egal, ob ihr euch Schlammschlachten mit Hollywoodvampiren liefert oder auf ahnungslose Fans springt, zwischen uns gibt es bestimmt kein Liebes-Aus.


Bildquelle Titelbild: flickr | Headlines... von Thomas Leuthard | cc by 2.0