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Mittwoch, 07. Dezember 2016, 14:00 Uhr

In Japan gibt's Nudeln gegen Führerschein

Über den Tellerand hinaus

Wie bekommt man japanische Senioren dazu, freiwillig ihren Führerschein abzugeben? Klar, mit Rabatten.

In Japan ist die Unfallrate von älteren Fahrern so sehr gestiegen, dass sich der japanische Premierminister Shinzo Abe etwas überlegen musste um dieses Problem in den Griff zu bekommen.
Mit 4,8 Millionen Autofahrern über 75 Jahren ist die Rate der Senioren, die täglich am Straßenverkehr teilnehmen, eine sehr hohe. Da die betagten Autofahrer häufiger Unfälle verursachen, als jüngere Verkehrsteilnehmer, musste eine Lösung her.

Was liegt da näher, als ein Tausch: Autofahrer über 75, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, bekommen 15% Rabatt auf eine beliebte japanische Nudelmarke. Ja, ihr habt richtig gelesen - Rabatt auf Nudeln. Es scheint zu funktionieren. In der Präfektur Aichi, eine Region in Japan, wurden kurz nach der Einführung dieser Regelung 12.000 Führerscheine freiwillig von Senioren abgeben.
Wem die Nudel-Rabatt-Aktion noch nicht genug ist, der wird durch weitere Rabatte überzeugt. Einen weiteren sehr nützlichen Nachlass gibt es auf Busfahrkarten und Arzneimittel: Steuervergünstigungen sind selbstverständlich auch in diesem Paket dabei. Falls das alles immer noch nicht überzeugt, wird der letzte Zweifler durch Eintrittsermäßigung für Badehäuser, sowie Vergünstigungen beim Friseur umgestimmt. Wir finden, eine ziemlich gute Aktion um Unfälle zu reduzieren!


Bildquelle: flickr | Test Noodles von Ferrous Büller | cc by-sa 2.0