Das Arbeitstier Hund

Das Arbeitstier Hund

Eine Ansammlung der begehrtesten Hundeberufe

Dass Hunde einfach nur super sind, wissen wir ja längst. Trotzdem verdienen sie eindeutig, dass man auch mal beleuchtet, in welchen Bereichen wir Menschen auf die Arbeit der Vierbeiner mittlerweile wirklich angewiesen sind.
Ob Drogenschnüffler, Lebensretter oder Schauspieler - wir haben dir deshalb mal die beliebtesten Jobs der Vierbeiner gesammelt...

Drogenhunde

Der Freund und Helfer für unseren Freund und Helfer...

Der wohl bekannteste Hundeberuf: ihre Unterstützung für die Polizei, für den Zoll und für andere Sicherheitsbehörden. Aber warum eigentlich ausgerechnet Hunde? Warum gibt es eigentlich keine Polizeikatzen, -ratten oder -geckos?

Naja, ist eigentlich klar: Hunde sind schnell, lassen sich definitiv leichter und treuer trainieren als eine Hauskatze - und Ratten sind einfach zu klein. Außerdem können Hunde auch mal richtig zubeißen, wenn’s sein muss. Einfach ein perfekter Unterstützer für unsere Beamten.

Die Vierbeiner wachsen übrigens mit ihren Trainern auf und gehen wie Menschen ganz normal zu Arbeit – gespielt und gekuschelt wird erst ab Feierabend.

Auf der Arbeit unterstützen sie dann meistens den Kampf gegen alle Giftmittelchen: Beim Einsatz von sogenannten Suchtmittelspürhunden wird ihr ausgeprägte Geruchssinn in Verbindung mit dem Spieltrieb genutzt. Das ist für die Hunde also wie Verstecken spielen – mit Kokain, Heroin und anderen Substanzen. Von den jeweiligen Drogen geht ein Geruch aus, der für die menschliche Nase nicht so leicht wahrnehmbar ist, man spricht dabei von der Leitsubstanz. Danach sucht dann der Vierbeiner und verhindert Drogenschmuggel und ähnliches.

Ohne unsere geliebten Freunde kämen wir vielen Kriminellen also gar nicht auf die Spur.


Rettungshunde

Auch ein beliebter Beruf an der pelzigen Jobbörse ist der des Rettungshunds. Seit dem 19. Jahrhundert werden die Vierbeiner hier eingesetzt. Zurückzuführen ist diese Karriere übrigens auf die Rasse Bernhardiner, deren Aufgabe zunächst darin bestand, den verschneiten Weg zum Hospiz auf dem großen St. Bernhard zu finden. Der Hund Barry soll zwischen 1800 und 1812 über 40 Menschen das Leben gerettet haben.

Heute gibt es verschiedene Einsatzgebiete, in denen uns die Vierbeiner das Leben retten - wie zum Beispiel bei der...

Flächensuche

Bei Suchaktionen auf Großflächen, wie beispielsweise in Wäldern, werden speziell dafür ausgebildeten Rettungshunde eingesetzt. Ihre Ausbildung wurde so gestaltet, dass sie gezielt nach vermissten Personen suchen können. Ohne sie sind große Suchaktionen kaum mehr vorstellbar.

Trümmersuche

Die Trümmersuche ist das schwierigste Aufgabengebiet eines Rettungshundes. Meistens finden die Einsätze nach Gasexplosionen oder in Erdbebengebieten statt, was natürlich auch ganz schön gefährlich sein kann. Hier kämen wir Menschen aber ohne die Hunde nicht mehr aus: An solchen Orten filtern sie nämlich eine Menge an Gerüchen filtern und erschnüffeln Menschen sogar unter meterdicken Betonklötzen.


Blindenhunde

Ein weiterer Beruf in der Hundejobbörse, für den wir Menschen wahnsinnig dankbar sein können: Die Unterstützung eines Blindenhundes. Nur ganz bestimmte Hunde kommen dafür in Frage: Der Vierbeiner muss ein besonders friedfertiger, intelligenter, wesensfester, nervenstarker, arbeitsbelastbarer und gesunder Junghunde sein.

Die Arbeitsvoraussetzungen eines Blindenführers sind also gar nicht so ohne. Die Aufgaben genauso wenig.


Ein Blindenhund sucht für sein Herrchen oder Frauchen nämlich auf Anweisung Türen, Treppen, Zebrastreifen, Telefonzellen, Briefkästen und freie Sitzplätze in den Öffis. Wenn das nicht mal eine große Bewunderung wert ist.

2 bis 3 Prozent der Deutschen besitzen einen Blindenhund. Die sind übrigens aber auch gar nicht so billig - 20.000 bis 30.000 Euro kostet so ein Begleiter nämlich. Wenn man sich die Voraussetzungen und Aufgaben der Vierbeiner anschaut, ergibt das aber auch Sinn. 


Weltraumhunde

Jap, auch Hunde dürfen vom Beruf im All zwar träumen - den Job sollte der beste Freund des Menschen aber trotzdem nicht ausführen. Zumindest nicht mehr - eine Hündin wurde am 3. November 1957 nämlich tatsächlich im Rahmen der sowjetischen Mission Sputnik 2 als erstes Lebewesen Richtung Weltall befördert. 

Die Hundedame Laika überlebte jedoch nicht lange, was die Welt schockierte. Auch wenn ihre Rückkehr zur Erde nicht vorgesehen war, starb sie bereits nach einigen Stunden. 

Solange sich die Bedingungen da nicht ändern, sind wir also strikt gegen eine weitere Rakete mit pelziger Begleitung. Träumen dürfen unsere Vierbeiner solange aber natürlich trotzdem.



Hunde als Schauspieler

Ein Beruf, der die Herzen aller Hundefans schon seit Jahren höherspringen lässt und uns vor den Bildschirm zerrt: das Filmbusiness. Hier sind wir zwar nicht wirklich auf die Vierbeiner angewiesen - dankbar sind wir aber natürlich trotzdem, dass wir Hunde auch auf unseren Leinwänden sehen dürfen.

Der bekannteste deutsche Filmhund ist entspringt sicherlich aus der gleichnamigen Fernsehserie Kommissar Rex.

Hier leistete der deutsche Schäferhund Reginald von Ravenhorst in Wien besonders gute polizeiliche Unterstützung. Innerhalb der Sendezeit von 1994 bis 2004 spielten durften ganze drei verschiedenen Hunde die Rolle des Polizeihundes Rex übernehmen.

Noch berühmter: Hundedame Lassie, die internationale Berühmtheit in der Filmindustrie.

Die Hündin der Rasse Langhaarcollie kam das erste Mal 1943 in die Kinos. Basierend auf Kurzgeschichten wurde die Geschichte mit der damals zehnjährigen Elizabeth Taylor verfilmt.

Die Liste der berühmten Filmhunde ist aber natürlich lang. Auch der Labrador aus Marley & Ich und der Akito aus Hachiko spielten schon mit Hollywoodgrößen Owen Wilson, Jennifer Aniston und Richard Gere zusammen.

Also auf jeden Fall auch eine Berufsrichtung, die man als Hund in Erwägung ziehen sollte.

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