10 Tipps zum Einschlafen und Aufwachen

10 Tipps zum Einschlafen und Aufwachen

Wer muss, der muss

Es gibt zwei Sorten von Menschen. Und keiner von denen ist gemacht zum Frühaufstehen. Deswegen hätten wir hier mal zehn trottelsichere Tipps, die dir einerseits beim Einschlafen, andererseits beim Wachwerden helfen.



Wir haben wirklich keine Ahnung, wer mit der Idee ankam, die Welt würde den Frühaufstehern gehören. Aber was soll's, man kann nichts daran ändern, dass es nunmal einige Berufsgruppen (wie etwa Morgenmoderatoren) gibt, die damit klar kommen müssen. Und den meisten dieser armen Menschen fällt es mit der Zeit auch leichter, wenn sie sich erst mal daran gewöhnt haben.
Weil die Bürde des Frühaufstehens allerdings jeden mal treffen kann - sei es wegen eines frühen Fliegers, einer Hausarbeits-Deadline um 10 Uhr morgens oder in dem Fall, dass die Morgenmoderatorin mal Urlaub hat und somit von einem Frühaufsteh-N00b vertreten werden muss dachten wir uns, dass wir ein paar Tipps zusammenschreiben, mit denen das Frühaufstehen gar nicht mehr so asozial ist. Dabei ist es nicht nur wichtig, morgens motiviert zum Aufstehen zu sein, sondern auch wirklich gut zu schlafen. Deswegen haben wir unsere zehn Tipps in eben diese Rubriken aufgeteilt: Besser schlafen - und besser aufstehen.


5 Tipps, besser ein- und durchzuschlafen

#01 Hüll dich in totale Dunkelheit zum Schlafen

Melatonin - das Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus im Körper regelt und uns schläfrig macht - wird nämlich nur im Dunkeln ausgeschüttet. Also schalte alle weißen Lichter mindestens eine Dreiviertelstunde vor dem Zubettgehen aus und dafür lieber eine gelb strahlende Nachttischlampe ein. Kurz vor dem Schlafen gehen solltest du darüber hinaus alle noch so kleinen Lämpchen wie etwa die vom TV-Gerät eliminieren und die Rolladen runterlassen.

Nun könnte man natürlich sagen: "Aber egoFM, wenn ich die Rolladen oben lasse und das Licht in der Früh reinballert fällt es mir doch bestimmt viel leichter, aufzustehen." Möglich. Die Sache ist nur die: Wenn du beschissen schläfst, kann es noch so hell sein in der Früh - du wirst ums Verrecken nicht wach. Haben wir alles schon getestet.

#02 Schalte das Handy aus

Wir müssen hier ja nicht erklären, warum. Wirklich nicht. Gönn dir einfach mal die Nachtruhe und schalte dein Handy mindestens in den Flugmodus. Außer du bist auf Bereitschaft. Dann schaltest du das Handy eventuell besser nicht ab.

#03 Lies stattdessen lieber ein Buch

Bücher können noch so gut und spannend sein - nach einiger Zeit wird man unweigerlich ein bisschen schläfrig. Dazu gibt es bestimmt irgendwo eine Studie zu. Doch müssen wir die wirklich rauskramen? Oder weißt du es selbst nicht auch schon aus eigener Erfahrung? Eben.

#04 Achte auf die Zimmertemperatur

Tatsächlich ist es bewiesen, dass wir am besten bei 16 bis 21 Grad Celsius schlafen können. Auch wenn viele es eigentlich kuschlig und warm mögen.

#05 Verzichte auf Koffein und Zigaretten

Genau. Neben Koffein (warum, ist eh klar) solltest du auch auf Zigaretten verzichten. Zumindest unmittelbar vorm Schlafengehen - wir wollen ja nicht zu sehr in deine Privatsphäre eingreifen, schließlich bist du ein erwachsener Menschen und weißt, was du da tust. Tatsächlich ist es aber so, dass Zigaretten (genauso wie Kaffee) Stimulanten sind, die Adrenalin ausschütten. Zwar nicht besonders viel, aber immer noch genug, dich unnötig wach zu halten.

#06 Trink was vorm Schlafengehen

Keinen Alkohol, Dude! Und auch nicht Tee, da er wie Kaffee Koffein enthalten kann. Trink einfach ein Glas Leitungswasser - das entspannt. Aber Obacht: Am besten nicht 45 Minuten bevor du zu Bett gehst, weil sonst irgendwann unter dem Schlafen die Blase anfängt zu drücken. Damit stehst du zwar leichter am nächsten Tag auf, hast aber eher eine unentspannte Nacht hinter dir.



5 Tipps, besser aufzustehen

#01 Überleg dir vorm Schlafengehen ein tolles Frühstück

Kennen wir alle: Man liegt im Bett, die Gedanken schweifen ab, landen bei unserem Lieblingsthema - Essen. Das letzte Mal, das wir etwas zu uns genommen haben, liegt schon einige Stunden zurück und plötzlich fängt unser Hirn an, wahllos irgendwelche Foodporn-Gerichte in den Raum zu werfen. Die Verlockung ist nun groß, einfach wieder aufzustehen und sich noch mal eben die sechste Mahlzeit des Tages rein zu ziehen. Das lass du mal schön bleiben.

Lass es uns stattdessen so machen: Du überlegst dir einfach ein Frühstück, auf das ihr so richtig Lust hättet. Das lasst ihr auf euch auf dem Hirnlappen zergehen. So, dass du kaum erwarten kannst, in höllischer Frühe aufzustehen und jenes vorzubereiten.

#02 Stell den Wecker so weit weg wie möglich

Das ist nämlich eine trottelsichere und unbestreitbare Methode zum Aufstehen. Oder noch besser: Lass dir den Wecker von irgendwem (Mitbewohner, Partner, Eltern) verstecken. Na gut, wir wollen es ja nicht übertreiben.

#03 Finger weg vom Snooze-Button

Auch so eine Studie. Wenn du den nämlich drückst, gerät dein Körper in Stress und versucht so viel Melatonin wie möglich auszuschütten, dass du noch mal in den REM-Schlaf fällst. Und der ist bekanntlich sehr, sehr tief. Heißt: Mit jedem Mal, das du auf Snooze drückt, fällt es dir schwerer aufzuwachen. Also kürzen wir das Leiden doch am besten ab und stehen sofort auf.

#04 Nimm dir was Ultrawitziges für den Morgen vor

Irgendeine Aktion auf die du dich so richtig freust. Keine Ahnung, was im Vergleich zu schlafen so wahnsinnig spaßig sein könnte. Vielleicht eine kurze Jogging-Runde? Sofern du diese Sorte Mensch bist. Oder mach einen Skype-Termin mit deinen Besties aus. Oder du schaust deine Lieblingsserie des Moments am Morgen, statt bis spät in die Nacht hinein. Oder freust dich einfach auf das Morgenprogramm deines Lieblingsradiosenders und Lolas zuckersüße Stimme, die bereits früh morgens über den Äther schallt.


Interview mit dem Schlafforscher Dr. Hans Günter Weeß von der DGSM

Bevor du dich aber gänzlich darauf verlässt, was wir hier vertickern, solltest du dir unbedingt noch das Interview mit dem Experten anhören - Dr. Hans Günter Weeß leitet die schlafmedizinische Abteilung am Pfalzklinikum in Klingenmünster und ist Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Schlaffforschung und Schlafmedizin - daher weiß er mitunter am allerbesten, wie man mit Schlafproblemen umgehen soll.


Bildquelle: flickr | "Sleeping Daisy" von Dandelion Soup | cc by 2.0

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