Kindheitserinnerung #40: Freundschaften

Kindheitserinnerung #40: Freundschaften

Anna bloggt

Annas Tochter Romy wird im Herbst eingeschult. Dabei kommen nicht nur zig organisatorische Fragen auf sie zu, sondern auch eine ganz besondere Kindheitserinnerung: Freundschaft.

Unsere Tochter Romy kommt im Herbst in die 1. Klasse und während sich viele Eltern um mich herum mit folgenden Fragen rumschlagen: "Wo soll ich mein Kind anmelden - Montessori-, Walldorf-, oder Sprengelschule? Ist es besser, schon in der 1. Klasse Englisch zu lernen oder erst im Gymnasium?", sind mir ganz andere Dinge wichtig. Unter anderem, dass Romy einen sicheren Schulweg hat, den sie alleine gehen kann. Naja, nicht ganz alleine, am besten natürlich mit ihrer neuen besten Freundin. Womit wir bei meiner heutigen Kindheitserinnerung wären.

Denn natürlich bin ich sicher, dass Romy ganz schnell eine neue Freundin finden wird, wenn sie in die Schule kommt (keine ihrer Kindergartenfreundinnen kommt mit ihr in eine Klasse) – zumindest war das bei mir früher so.

Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen: Ich bin mit meinem roten Scoutschulranzen ins Klassenzimmer gelaufen, wurde von der Lehrerin an einen Tisch gesetzt und neben mich Pascale. Es war Liebe auf den ersten Blick – ab diesem Tag waren wir unzertrennlich, sind im Partnerlook in die Schule gelaufen, haben die Kids vom Hüpfkästchen auf dem Pausenhof verjagt (um dann einfach nur cool daneben zu stehen) und wurden diverse Male auseinander gesetzt – schließlich hatten wir eine Menge wichtige Dinge zu besprechen, die nichts mit dem Unterricht zu tun hatten.

Wir waren ein Team, ein Herz und eine Seele, haben zusammen Pacman gespielt (meine Güte, Pascale war 'ne coole Sau, die hatte einen PC im Zimmer mit Pacman drauf – wir reden vom Jahr 1897!!!!!)… es war wunderbar. Bis wir nach der 4. Klasse auf unterschiedliche Schulen kamen. Pascale auf die Realschule, ich aufs Gymnasium. Ich habe angefangen, Fünfen und Sechsen zu schreiben, um zu Pascale versetzt zu werden. Im letzten Moment kam dann aber schon Sabine um die Ecke, die auch das Potential einer besten Freundin hatte, was sie dann auch wurde und Pascale war fast ein bisschen vergessen (Arsch, ich weiß). 

Ich habe keine Ahnung, was du heute machst, Pasi (so habe ich dich immer genannt). Ich habe dich aber mal gegoogelt und ich glaube, du bist Maskenbildnerin und lebst in Berlin. Und wenn du mich jetzt hörst oder liest, dann schick mir SOFORT eine Mail und dann kriegen wir das mit dem Partnerlook nochmal hin.

Wer war eure erste beste Freundin? Oder euer erster bester Kumpel? Und was ist aus der Freundschaft geworden? Erzählt es mir am besten unter meinem Blog auf Facebook.

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