Gute Leute, die Gutes tun

Gute Leute, die Gutes tun

Sie verdienen ganz viele Karmapunkte

Es gibt genug, was in dieser Welt falsch läuft. Wir wollen uns lieber auf die positiven Dinge im Leben konzentrieren. Und ein paar Menschen vorstellen, die die Welt in unseren Augen ein ganzes Stück besser machen.

Denn manchmal macht das Schenken mehr Spaß, als beschenkt zu werden. Hier die Aktionen und Projekte, die uns in letzter Zeit beeindruckt haben:


Der Mann, der das Essen behinderter Kinder bezahlte

In einem Restaurant in Straubing staunte eine Gruppe Kinder mit ihren Betreuern nicht schlecht, als sie erfuhren, dass jemand ihre Rechnung bereits bezahlt hatte. Die unbekannte Person hinterließ einen kurzen Dank an die Betreuer für ihre aufopferungsvolle Arbeit - unterschrieben war die Nachricht nur mit den Initialen. Daraufhin suchte das ganze Internet nach Mister oder Misses X und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis Freunde die Handschrift erkannten. Warum Dirk Harmssen die 75 Euro hohe Rechnung bezahlt hat? Ein Grund ist, dass er selbst eine Tochter mit Behinderung hat. Aber erst die Reaktionen anderer Restaurantbesucher, die sich weggedreht oder von der Gruppe weggesetzt hatten, haben ihn dazu bewegt, den Kindern eine Freude zu bereiten. Auch wenn der Rummel um die Sache gerade allen Beteiligten zuviel wird – wenn die Aktion auch andere zum Nachdenken angeregt hat, hat sie sich gleich doppelt gelohnt.

Die Frau, die bei LGBT Hochzeiten einspringt

Heiraten! Für viele ist es der wichtigste Tag im Leben. Jetzt stell dir mal vor, deine Eltern kommen nicht, weil ihnen dein Partner nicht gefällt. Das tut weh - ist aber bei Hochzeiten von LGBTQ-Paaren leider sehr häufig der Fall. Sara Cunningham findet das total doof und bietet sich selbst deswegen als Ersatzmama für Hochzeiten an. Bei zwölf Feiern war sie so schon dabei. Und die Reaktionen auf Facebook zeigen, dass viele super finden, was sie macht. Und sie ist nicht die einzige. Ähnlich funktioniert der Zusammenschluss von Ersatzeltern namens Free Mom Hugs. Sie springen nicht nur bei Hochzeiten ein, sondern wann immer ein offenes Ohr gebraucht wird.

Pay-It-Forward Pizza

Seit drei Jahren gibt es bei der Pizzeria Rosa’s Fresh in Philadelphia das Pay-It-Forward Programm und schon damals waren wir stark begeistert von der Idee. Wenn man sich dort ein Pizzastück kauft, kann man ein weiteres dazu kaufen - aber nicht für sich selbst, sondern man spendiert jemandem ein Stück Pizza, der es sich sonst nicht leisten könnte. Die vielen Post-It Notes auf der Wand des Restaurants funktionieren als eine Art Wertcoupon mit lieben Worten und kleinen Nachrichten für die Obdachlosen, die zum Essen kommen. Weltweit gibt es immer mehr Läden, die auch solche Programme anbieten, damit wirklich alle die Chance auf warme Mahlzeit am Tag haben.

Aufgeschobener Kaffee

Natürlich gibt es sowas wie Pay-It-Forward auch bei uns in Deutschland. In München versorgt der Brot Am Haken e.V. gemeinsam mit teilnehmenden Bäckereien bedürftige mit frischem Brot. Mittlerweile kann man aber auch bei einem Zahnarzt oder Friseur "vorausbezahlen". Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Pizza – ein zahlender Kunde kauft für einen zukünftigen Kunden mit. Suspended Coffees Germany bieten einen Kaffee oder Brotzeit für Bedürftige an, auch sogenannte "Care Bags" sammelt der Verein. Die kann man bei nächstem Einkauf mit den wichtigsten Utensilien auffüllen, die Obdachlose brauchen. Und es machen so viele Menschen mit, dass es immer genug für alle gibt. Da geht uns wirklich das Herz auf!

Mit Refill bekommst du kostenloses Trinkwasser

Plastikmüll finden wir doof. Genauso wie überteuerte Wasserflaschen zu kaufen. Die Lösung: eine wiederbefüllbare Flasche mitnehmen - immer! Und was, wenn das Wasser mal alle ist und der Durst groß? Dann kannst du die Augen aufsperren nach dem blauen Aufkleber, der dir die nächste Refill-Station anzeigt - oder auf der zugehörigen Onlinekarte nachsehen. Bei Refill machen alle möglichen Orte mit - vom Café bis zum Klamottenladen - bei denen man kostenlos seine Flasche auffüllen kann. Refill-Stationen gibt es in den egoFM Städten und an immer mehr Orten in ganz Deutschland. Also: tu auch etwas für die Umwelt und nimm ab sofort deine eigene Flasche mit!

Der Refugee Rap Squad

Das sind vier Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und dem Senegal. Bei einem Hip-Hop Workshop der bayerischen Rapper Demograffics in Regensburg haben sie sich kennengelernt, und die Lust auf das gemeinsame Musikmachen ist ihnen geblieben. Auch Hip-Hop ist ja aus einer Vermischung der Kulturen entstanden - passt also perfekt. Der Refugee Rap Squad rappt auf Deutsch, Englisch, Arabisch oder auch Wolof, einer Sprache aus dem Senegal. Die Texte drehen sich um das Leben in Deutschland, Freunde, Liebe, aber auch um Asylanträge oder die Flucht nach Europa. Refugee Rap Squad treten auch mal in Lederhose auf und werden auch weiterhin kräftig von Demograffics unterstützt. Live sehen kannst du beide Rap-Formationen diesen Donnerstag in Amberg auf dem Sommer In Der Stadt Festival. 

Rainbow Refugees@Sub

Während unserer Pride Week haben wir mit den Machern des wunderbaren Projekts Rainbow Refugees@Sub gesprochen. Im Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrum SUB hat sich eine Gruppe Freiwilliger zusammengetan, die LGBT-Flüchtlinge unterstützen möchten. Bei ihrem Asylantrag, aber auch bei der Wohnungssuche. Und auch in den anderen Zentren haben sich solche Gruppen gefunden, unter dem Namen Rainbow Refugees. Die Interviews mit den Helfern, sowie einem der Flüchtlinge findest du hier.

Der Wolkenradler

Mal was Gutes für unsere Luft zu tun… Bei den Temperaturen, die es letztens in den egoStädten gibt, denkt man da zuerst an Deoroller (höhö). Aber nein, es geht hier um ein viel größeres Problem. Denn die Luftverschmutzung in den Städten ist riesengroß, Grenzwerte für Schadstoffe werden vielerorts überschritten. Um auf die (schlechte) Luftqualität aufmerksam zu machen, fährt Martin Nothhelfer als "Wolkenradler" gerade durch Münchner Straßen und zeigt mit Musik und Luftblasen, beziehungsweise Rauch, wie die Luftqualität so ist. Die Aktion in Zusammenarbeit mit Green City e.V. soll auch für mehr Fahrräder und eine gute Fahrradinfrastruktur in der Stadt werben.

Das Lovelace Kinderhotel

Im Lovelace Hotel kann jeder was für sich entdecken - auch Kinder! Schon das zweite Jahr in Folge öffnet das Pop Up-Hotel in München bald wieder seine Pforten für die Bewohner des Kinderheims Feldkirchen. Auf die 6- bis 14-Jährigen wartet ein spannendes Programm. Aber es werden noch helfende Hände gesucht. Hast du ein cooles Hobby und Lust, etwas an die jungen Besucher des Hotels weiterzugeben? Dann ist das deine Chance, selbst etwas Gutes zu tun!

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