Kindheitserinnerung #42: Urlaub

Kindheitserinnerung #42: Urlaub

Anna bloggt

Anna bleibt momentan fast nichts anderes übrig als über den Sommerurlaub nachzudenken - was kann man sonst bei dem Wetter tun? Und da bleibt sie gedanklich irgendwie auch an ihren Urlauben früher hängen.
Bei dieser Eiseskälte in den letzten Tagen habe ich mir zwangsläufig überlegt, wo wir denn in diesem Jahr eigentlich Urlaub machen könnten ... und da sind mir Urlaube von früher eingefallen.

Beim Thema Sommerurlaub gab es früher zwei Lager. Die coolen Kids, die mit ihren Eltern und zwei Geschwistern für drei Wochen in irgendein supertolles Clubhotel gefahren sind. Und den Rest, der mit seinen Eltern und Geschwistern auf den Campingplatz nach Frankreich gurkte. Ratet, zu welcher Sorte ich zählte. Merde!

Ich bin also Jahr für Jahr mit dem orangenen VW Bus meiner Eltern zusammen mit meiner großen Schwester Julia nach Soulac gefahren um dort zu zelten – ich kannte nichts anderes, also war es okay für mich. Was die anderen in der Klasse nach den Sommerferien aber alles von der Minidisco erzählt haben fand ich so cool, dass ich mir geschworen habe, nie (nie nie nie nie!) auch nur im Traum daran zu denken, zelten zu gehen, wenn ich einmal selbst über das Ziel meines Urlaubs bestimmen kann. Und meinen Kinder würde ich so etwas NIEMALS antun!

Nun wurde ich größer und die Urlaube anders ... aber immer ging es entweder mit dem Auto, dem Reisebus oder dem Zug irgendwohin.

Und dann war er da: Der große Tag, mein erster Flug! Es war 1994, ich war 15 Jahre alt und habe eine Freundin in Mailand besucht. Frankfurt – Mailand, alleine mit 14 – ich finde mich mutig, so im Nachhinein betrachtet. Dass ich an einem anderen Flughafen ankam als gedacht und mir speiübel wurde habe ich fast schon vergessen, ich fand fliegen großartig, endlich weiter weg als an die doofe Atlantikküste und noch dazu nach Italien (Ciao Bella!) statt ins langweilige Frankreich (Salut.).

Mit Romy haben wir beides schon gemacht – wir sind nach Zypern geflogen, wo es einfach viel zu heiß war (Lektion Nummer 1: Verreise niemals im Hochsommer mit einem Baby in ein heißes Land). Wir waren auf Mallorca (Lektion Nummer 2: Familienhotels sind der Horror). Wir waren in Schweden (Lektion Nummer 3: Du kannst deinem italienischen Ehemann einen skandinavischen Sommer nicht als „Urlaub" verkaufen) und wir waren – ta ta ta taaa – campen in Italien.

Und was soll ich sagen: Urlaub auf dem Campingplatz ist das Beste, was du als Familie machen kannst (noch dazu in Italien und zack, der Mann hat auch nichts zu meckern).
Sommerurlaubsplanung, ich bin schon einen Schritt weiter: Camping, wir kommen!


► Wo wart ihr früher denn so unterwegs? Wo haben euch eure Eltern mit hingeschleppt? Erzählt davon unter meinem Blog auf der egoFM Facebookseite.


Titelbildquelle: unsplash | Danny Halarewich | cc by 2.0

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