Musikdokus für faule Tage

Musikdokus für faule Tage

Hier kannst du noch was lernen

Unser Bildungsauftrag: Musikdokus. Ob online, im Streaming-Portal oder auf DVD, wir haben da mal was für die Osterfeiertage vorbereitet.

Neues Zeug

Leaving Neverland und R. Kelly
Aus aktuellem Anlass könntest du dir an den Feiertagen auch mal die Zeit nehmen, dich durch die zwei brandaktuellen und viel diskutierten Dokus Leaving Neverland und Surviving R. Kelly zu kämpfen. Mit Schwerpunkt auf den Vorwürfen des Kindesmissbrauchs gegen R. Kelly und Michael Jackson sind diese Filme keine leichte Kost. Aber besonders Leaving Neverland zeichnet ein differenziertes Bild vom King of Pop, der als liebevoll und zerstörerisch zugleich charakterisiert wird. Danach stellt man sich umso mehr die Frage, ob man den Künstler von seiner Musik trennen kann und sollte. Auch wir haben uns diese Frage gestellt - und es ist gar nicht so leicht, die zu beantworten.

Wildes Herz
Schnell sein solltest du bei der Doku Wildes Herz über den Feine Sahne Fischfilet Fronmann Jan "Monchi" Gorkow. Die ist aktuell in der ARD Mediathek abrufbar, allerdings nur noch bis zum 7. Mai. Mehr Infos zur Doku findest du in diesem Artikel.

Grass Is Greener
Ab Ostersamstag, also passenderweise pünktlich zu 4/20, gibt's auch endlich die Kiffer Doku Grass Is Greener auf Netflix zu sehen. Die will die Geschichte der Droge in den USA und ihren Zusammenhang mit Rassendiskriminierung erklären. Dafür hat HipHop-Pionier Fab 5 Freddy, der bei der Doku Regie geführt hat, Künstler und bekennende Kiffer wie Killer Mike, Cypress Hill, Bob Marleys Sohn Damian Marley und - natürlich - Snoop Dogg vor die Linse geholt. Mehr Infos zur Doku und den Trailer haben wir dir unter diesem Artikel verlinkt. 

The Up in Smoke Tour
Bis 1. Juni kannst du in der Arte-Mediathek sehen, wie die Hochkaräter der amerikanischen Rap Szene Dr. Dre, Snoop Dogg, Ice Cube und Eminem bei ihrer epochalen Tournee durch die Vereinigten Staaten begleitet werden. Die Up in Smoke Tour wird als eine der großartigsten Hip Hop Shows ever in Erinnerung bleiben. Bis heute schwärmen die Fans von diesen legendären Konzerten.




 Auf Youtube

Der Belgier Gerome Sportelli muss sich wohl gedacht haben: "Mensch, so ne Youtube-Playlist mit hunderten von Musikdokus. Das wär doch was Feines". Mit diesem Vorsatz wächst die Sammlung "The Best of Electronic Music Documentary Films" stetig an - mittlerweie sind es fast 700 Dokus. Sollte dir also über die Feiertage mal ein bisschen langweilig sein, bist du jetzt versorgt (wahrscheinlich für alle Feiertage deines restlichen Lebens).


Auf Netflix

Miss Sharon Jones
Im letzten Jahr hat uns neben Bowie und Cohen auch noch eine der eindrucksvollsten Menschen verlassen, die wir je persönlich treffen durften und die wir seither schmerzlich vermissen. Die Soulsängerin Sharon Jones, bei der 2013 Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt wurde, hat ihren Kampf gegen den Krebs am 18. November 2016 im Alter von 60 Jahren verloren. Ihr Leben mit der Krankheit und ihre Rückkehr auf die Bühne wurde von der zweifachen Oscar-Preisträgerin Barbara Kopple im Film "Miss Sharon Jones!" dokumentiert.

Auf DVD

Searching for Sugarman
Searching for Sugarman (eine oskarprämierte Doku) ist ein Film über den amerikanischen Musiker Sixto Rodriguez. Obwohl seine zwei Alben in seiner Heimat floppten, wurde er im von der Apartheit gebeutelten Südafrika - ohne es zu wissen - zum Star.

Bar 25 – Tage außerhalb der Zeit
Ein Berliner Club, der einfach mehr war als ein Ort zum Tanzen. Die Bar25 war ein Lebensgefühl und der gelebte Traum von ein paar kreativen Köpfen. Die Doku erzählt von ausschweifenden Partys, einem ganz speziellen Lebensstil und einer ganz anderen Welt mitten in Berlin.

Twenty Feet From Stardom
Bei diesem oskarprämierten Meisterstück geht es mal ausnahmsweise nicht um die großen Musiklegenden selbst. In Twenty Feet from Stardom dreht sich alles um die, die keiner kennt, obwohl sie auf den größten Bühnen der Welt nur ein paar Meter hinter unseren Stars stehen. Die Backroundsängerinnen von den Rolling Stones, Sting und Michael Jackson erzählen Geschichten aus dem Schatten des Rampenlichts.

Full Metal Village
Bei Full Metal Village geht es um das 1800-Seelen Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Am ersten Augustwochenende wird das nämlich jedes Jahr von 85.000 Heavy Metal Fans überschwemmt. Dass das an den Bewohnern nicht immer spurlos vorbei geht, ist nachvollziehbar.

Wild Style
Wild Style aus dem Jahr 1983 gilt als der erste erfolgreiche Hip Hop Film aller Zeiten. Es geht dabei allerdings nicht ausschließlich um Musik, sondern vor allem um Graffiti, Breakdance und diesen ganz besonderen Lebensstil.

AMY
Amy Winehouse war eine der größten Soul-Ikonen des 21. Jahrhunderts. Aber wenn man an sie denkt, erinnert man sich nicht nur an ihre einzigartige Musik, sondern leider auch an ihre Drogen- und Alkoholexzesse. Mit AMY gibt es eine sehr intime Doku, die auch unveröffentlichte und persönliche Videoaufnahmen der Sängerin zeigt.

808

Der Roland TR-808 hat nun endlich seine eigene Doku. Die legendäre Drum Maschine hat damals die komplette musikalische Landschaft umgekrempelt. Man kann diese Geschichte auch als die Geburt der elektronischen Musik ansehen oder einfach das Märchen einer kleinen Box, die kam, um alles zu revolutionieren.

Daft Punk Unchained

Es wird die komplette Geschichte der Musikpioniere erzählt. Von den Anfängen in den frühen 90ern, damals noch unter dem Namen Darlin bekannt, bis hin zu den Grammy Awards 2014. Die Doku zeigt auch, wie Daft Punk ihre Musik basteln, warum sie ihre Gesichter nicht zeigen und woraus sie Inspiration schöpfen.

The Reflektor Tapes
Die kanadische Band Arcade Fire hat sich durch hochgelobte Studioalben, zahlreichen Fans und sogar einen Grammy Award einen Platz unter den besten Indie-Bands der Welt erarbeitet. The Reflektor Tapes widmet sich dem Werdegang der Band von Beginn an und beleuchtet den ganzen Prozess ihres Albums Reflektor, das 2013 veröffentlicht wurde.

Online


Legendenkunde

David Bowie - Der Weg zur Legende
Wer etwas weiter in der Zeit zurückgehen möchte, um das Phänomen Bowie besser begreifen zu können, dem sei die Doku David Bowie - Der Weg zur Legende ans Herz geleget. Die erschien 2013 von Francis Whately, der David Bowies Karriere ab 1971, also ab Ziggy Stardust, Revue passieren lässt.


Techno

We Call It Techno
Eine legendäre Doku für richtiges Netzhautflimmern gibt's aktuell ebenfalls kostenlos im Netz: We Call It Techno verfolgt die in Beton gestampften Spuren des Techno in Deutschland vom ersten geheimen Acid House Club bis heute. Ganz am Ende fällt unter anderem die Aussage: "Techno ist aus den Medien eigentlich raus. Aber die Medien haben das eh nie verstanden". Na gut. Dann belassen wir es dabei und du machst dir selbst ein Bild davon.

Elektronische Musik


Feiern – Don’t Forget to Go Home
Kaum eine Doku über elektronische Musik und den dazugehörigen Lifestyle sorgte für so viel Aufsehen wie Feiern. In 19 Interviews mit DJs, Barkeepern, Türstehern und hauptberuflichen Partygästen des Berliner Nachtlebens geht es um Freundschaft, Party, Drogen aber vor allem um die Musik.

WATERGATE X

Über 10 Jahre in der immer gleichen Location ist für einen Club schon ein beachtliches Alter. Wenn sich dieser Club in einer Stadt wie Berlin und dann auch noch in einem Bezirk wie Kreuzberg befindet, ganz besonders. Watergate X ist eine Dokumentation über einen Club, der trotz Eintrag in Reiseführern und fortschreitender Gentrifizierung Charme und Seele behalten hat.

Elektronische Musik in Stuttgart

Doch nicht nur in Berlin wird gefeiert. Auch die chronisch unterschätzte Schwabenmetropole Stuttgart hat musikalisch einiges zu bieten. Eine Geschichte über einen nicht enden wollenden Kampf einer engagierten Subkultur für wilde Partys und mehr Freiraum.

20 Years of Jungle Mania

Die britische Drum & Bass Partyreihe Jungle Mania kann nach 20 Jahren völlig zurecht als legendär beschrieben werden. Darum hat DJ, Producer und Labelinhaber Teebone die Doku auch höchstpersönlich gedreht.

Hip Hop

Tupac Shakur - Die letzten Tage einer Legende
Tupac Shakur spielt eine einzigartige Rolle in der Geschichte des Hip Hops. Wie das kommt und woher all die uralten Fehden stammen, die uns heute nur noch schmunzeln lassen, erklärt diese Doku.

Hip-Hop - The World is Yours
In der Dokumentation Hip Hop - The World is Yours geht es um die Entwicklung vom klischeebehafteten Musikstil aus dem amerikanischen Ghetto zu einer globalen Bewegung, die für Hoffnung, Versöhnung und Toleranz steht.

Pop


Kraftwerk - Pop Art

Die Pioniere der elektronischen Musik prägten schon vor über 40 Jahren die Entwicklung des heutigen Zeitgeist-Sounds. Provokativ, experimentell, kommerziell und Club tauglich - Kraftwerk schaffen es, all diese Schlagwörter zu vereinen. Auch wenn sie ihre Musik nur ungern mit dem verhassten Wort Pop in Verbindung bringen wollen, haben sie eben diese Popkultur wohl mehr beeinflusst, als irgendeine andere deutsche Band.

Pop 2000 - 50 Jahre Popmusik und Jugendkultur in Deutschland
Eine zwölfteilige Dokumentation über die Entwicklung zweier Jugendkulturen in einem Land - vom Schlager zum Punk und vom Krautrock zum Rave. Selten gab es eine so umfassende und ehrliche Dokumentation über den Einfluss der Jugend auf die Geschichte Deutschlands.

Rock


Sex Pistols - The Filth And The Fury

Wenn eine Band für Punkrock steht, dann die Sex Pistols. Seit die Londoner 1974 mit geklautem Equipment ihren ersten Auftritt hatten, sind sie aus der Welt des Pogos nicht mehr weg zu denken.

Kings of Glam
Abgefahrene Frisuren, Plateau Schuhe, Pailletten - die 1970er Jahre waren sowohl modisch, als auch musikalisch ganz schön abgefahren. Angelehnt an den rhythmusbetonten Rock'n'Roll prägten Bands und Künstler wie Pink Floyd und David Bowie nicht nur die Generation unserer Eltern.

Damned: Don't You Wish They Were Dead
The Damned war die erste englische Punk Band, die eine Single und ein Album veröffentlicht hat. Man könnte also auch von der ältesten, noch bestehenden Punk Formation sprechen. Was die Pioniere auf ihrem Protestweg gegen das System so alles erlebt haben, schildern sie in ihrer Doku.

Soul


Soul of America

Diese Doku handelt von dem Mann, der in der Liste der größten Soul-Musiker aller Zeiten nicht fehlen darf, obwohl seine Karriere erst 2002 so richtig durchstartete, als er 54 Jahre alt war: Charles Bradley. Sein Debütalbum, No Time For Dreaming, wurde sogar erst 2011 veröffentlicht. Kaum zu glauben! In der Doku Soul Of America geht es genau um jenes Album, das ihn aus schlechten Zeiten in eine neue Ära voll Ruhm und Glamour katapultierte.

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