So wirst du zum Bienenretter

So wirst du zum Bienenretter

Alles über die Zaubertierchen und wie du sie retten kannst

Jeder dritte Bissen der von uns Menschen zu sich genommen wird, ist auf die bloße Bestäubung von Bienenschwärmen zurückzuführen. Und ohh ja, in erster Linie sind wir meistens genervt von ihnen, aber was für Zaubertierchen sie eigentlich sind, ist vielen von uns gar nicht richtig bewusst.

Nach Rind und Schwein sind Bienen tatsächlich das drittwichtigste Nutztier für die Weltbevölkerung.

Denn ihre Bestäubungsleistung sichert die Vielfalt an unseren Nahrungsmitteln. Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der westlichen Honigbiene bestäubt, welche den Nektar der Pflanze als Nahrung zum Überleben braucht. Diese wiederum brauchen die Biene als Bestäuber um ihre Pollen zu verbreiten und sich dadurch zu vermehren. Verständlich also, dass ein Fehlen der Honigbiene keine wirklich gute Nachricht für uns Menschen wäre. Aber genau das passiert seit 2006 vermehrt.

Imker beobachten, dass mittlerweile ein Drittel der Bienen eines Volkes den Winter nicht überleben. Worauf dies zurückzuführen ist, wissen wir immer noch nicht zu 100 Prozent. Von vielfältigen Ursachen können wir aber definitiv ausgehen und natürlich sind viele von den Ursachen von uns allwissenden Menschen verursacht. Moderne Landwirtschaft zum Beispiel. Die landwirtschaftliche Vielfalt und dadurch auch das Nahrungsangebot unserer geliebten Biene wird durch die vielen Monokulturen und eingesetzten Pestizide zerstört.
Der seit Jahrzehnten zu beobachtende Klimawandel ist ebenfalls Schuld an den Beobachtungen, da er die Tiere aufgrund der Verschiebung der Jahreszeiten immer orientierungsloser macht und aus ihrem Timing bringt. Die größte Gefahr stellt wohl aber die Varroamilbe dar, die an dem Blut der Bienen zehrt und so Krankheitserreger überträgt.

So viele negative Nachrichten und was jetzt? Das müssen wir ganz dringend etwas ändern. Wir, jeder einzelne von uns kann nämlich wirklich etwas an dem Problem ändern.

Was du aktiv gegen das Bienensterben tun kannst

  1. Das einfachste und auch fast effizienteste was man machen kann ist wirklich super einfach: Deinen Honig regional beim Bauern oder im Bio-Laden nebenan kaufen, denn nur 20 Prozent des in Deutschland verkauften Honig stammt auch aus Deutschland, der Rest wird importiert und ist meistens gestreckt und nicht ökologisch verifiziert. Falls dies zu viel Zeit in Anspruch nimmt, gibt es im Internet die Seite nearbees, wo man regionalen Honig deutschlandweit bestellen kann, der dazu auch noch viel besser als der Gekaufte schmeckt.
  2. Werde selber zum Imker! Ja genau, es gibt in fast allen Städten Imkerverbände, in München wären es zum Beispiel die Stadtimker oder auch der Bienenzuchtverein München und Umgebung, bei dem man an Workshops teilnehmen, die Bienenwaben betreuen und an Diskussionen teilnehmen kann.  
  3. Wem das aber noch zu passiv ist, der kann auch seinen eigenen Bienenstamm zu Hause aufziehen. Durch die Bienenbox, die perfekt in den Garten passt, kann man bis zu 15 kg eigenen Honig im Jahr produzieren. Es gibt natürlich auch kleinere Varianten, die man sich draußen an die Hauswand oder an den Balkon befestigen kann. Ein Beispiel dafür sind die Bienenhotels, die deutlich kleiner sind.
  4. Keine Pestizide! Dieser einfach umzusetzende Rat wird leider häufig in der Landwirtschaft und vor allem im eigenen Garten nicht beachtet und führt zur Vergiftung der Pflanzen und somit auch der Bienen.
  5. Du kannst Bienenpate werden und durch einen jährlichen Beitrag von nur 36,50 Euro die nachhaltige Strategie zur Rettung der Bienen in deiner Stadt unterstützen. Der Clou daran: Du bekommst jedes Jahr 200 Gramm Honig des Bienenvolkes geschenkt. Was will man schon mehr?
  6. Sähe bienenfreundliche Pflanzen. Egal ob in deinem Garten oder als „Guerilla Gärtner“ , je mehr frühblühende Pflanzen es gibt, desto besser geht es unseren Bienen.

Mit nur diesen wenigen Punkten können wir alle zu Lebens- und Weltretten werden.

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