Neues Gesetz in Island für gleichberechtigte Löhne

Neues Gesetz in Island für gleichberechtigte Löhne

Gleiches Geld für alle!

„Die Zeit ist reif, etwas Radikales zu tun.“ Island führt als Pionier ein Gesetz ein, das den Gender Pay Gap schließen soll. Heißt, dass dort ab jetzt Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts, verboten ist.

Am 1. Januar dieses Jahr trat das Gesetz in Kraft. Nun müssen alle Unternehmen mit mehr als 25 Angestellten nachweisen, dass sie Männer und Frauen für die gleiche Arbeit auch gleich bezahlen.
Letztes Jahr am Internationalen Frauentag im März wurde die Planung vorgestellt und zum neuen Jahr ist es offiziel in Kraft getreten. Island ist somit das erste Land der Welt das ein Gesetz einführt, dass Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts verbietet.

Wieso ist das eigentlich notwendig?

Frauen verdienen in vielen Berufen und vor allem in Chefpositionen weniger als Männer – bei gleicher Arbeit.
 Island hofft nun, mit dem neuen Gesetz bis 2022 vollständige Lohngleichheit herzustellen. Bis dato verdienen Frauen in Island im Schnitt noch 14 bis 19 Prozent weniger als Männer und damit liegt die Insel im Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums im weltweiten Ranking seit neun Jahren schon auf Platz 1.
Bei uns schauts noch düster in diesem Bereich aus. In Deutschland bekommen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Dafür tritt am 6. Januar das Lohntransparenz-Gesetz vollständig in Kraft. Damit können Beschäftigte erfahren, wie ihr Verdienst im Vergleich zu den Kolleginnen ausfällt.


Bildquelle: Unsplash | Nadim Merrikh | cc by 2.0

Design ❤ Agentur zwetschke