Das kleinste Radio der Welt

Das kleinste Radio der Welt

...aus Diamant gebaut

Forscher der Harward University haben durch Veränderung der atomaren Struktur einen Diamant in ein  Rundfunkgerät verwandelt. Klingt komisch, ist aber so.

In den Nuller Jahren wurde die Zukunft des Mobiltelefons noch im Microchip-Format gesehen. Was soll man sagen, die Smartphone-Hersteller haben diesen Entwicklertraum wohl erstmal platzen lassen. Was nicht mit Handys funktioniert hat, kann ja mit einem Radio funktionieren, dachten sich wohl Forscher der Harvard University.

Auf die Größe von zwei Atomen haben diese einen Radioempfänger komprimiert ganz ohne Schrumpfstrahl. Atomphysik und Chemie machen es möglich.

Chemiebaukästen raus, Stegreifaufgabe! Man nehme einen Diamanten und tausche ein Kohlenstoffatom durch ein Stickstoffatom aus. Im Folgenden wird ein benachbartes Atom entfernt, wodurch ein sogenanntes Stickstoff-Fehlstellen-Zentrum entsteht. Dieses Zentrum ist normalerweise für die Färbung eines Diamanten zuständig.
Aufgepasst, jetzt wird’s tricky: Bestrahlt man nun dieses Zentrum mit einem Laser, werden die elektromagnetischen Wellen in optische Signale umgewandelt und zwar in Form von rotem Licht. Schließt man nun eine Photodiode an und die wiederum an Lautsprecher, wird Licht in Strom umgewandelt und Musik dröhnt aus den Boxen. Fertig ist das Radio.

Und hat's funktioniert? Zugegeben die Komponenten zum Eigenbau sind etwas kostspielig. Aber wer braucht auch schon einen Empfänger, der durch den Flügelschlag eines Schmetterlings für alle Zeiten verloren geht. Nicht so alltagstauglich das Teil. Und ob man damit dann auch egoFM empfangen könnte, wäre ohnehin fraglich. Also, lieber zurück zu den gängigen Geräten oder einfach eines mit Menschen möglichen Mitteln selber bauen.

Bildquelle: flickr | FM/AM mini-radio von Matt Biddulph | CC BY-SA 2.0

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