Brot am Haken

Brot am Haken

Kauf eins, zahl zwei

Du gehst zum Bäcker, kaufst zwei Brezn, bezahlst aber drei. Klingt erstmal nach einem richtig miesen Deal, hat aber einen echten Sinn:

Denn der Bon der dritten Breze kommt an den Haken, den ein Bedürftiger dann einlösen kann.

"Brot am Haken ist ein würdevolles Schenken in verschiedenen Ladengeschäften, sodass eine Normalität [die der Solidarität] in der Gesellschaft wiederhergestellt wird."
, sagt der Münchner Initiator Michael Spitzenberger.

Schon 35 Ladengeschäfte in München machen mit bei Brot am Haken - ein praktisches Beispiel, wie ein solidarisches Miteinander funktionieren kann. Ursprünglich startete das Projekt in Bäckereien, mittlerweile sind auch Eisdielen, Friseure, eine Jazzbar, eine Seifenmanufaktur und sogar ein Zahnarzt mit am Start. Mal abgesehen von dem direkten Mehrwert für Bedürftige soll das Projekt auch anregen, sich mit der Frage zu beschäftigen: Was heißt überhaupt Bedürftigkeit? 

Zuerst denkt mag man da an Obdachlose oder möglicherweise noch Hartz IV-Empfänger denken, dabei ist das Problem viel weitgreifender - Altersarmut begegnet uns mittlerweile ständig im Alltag. Michael Spitzenberger nennt dazu das Beispiel einer 90-Jährigen: sie lebt von 600 € Rente monatlich und hat ihm erzählt, dass Brot am Haken ihr ermöglicht, auch mal rauszukommen. So könne sie sich nämlich einmal die Woche gönnen, sich ins Café zu setzen, einen Kuchen zu essen und eine Tasse Kaffee zu trinken, was normalerweise einfach nicht drin wäre.

Tolle Idee? Finden wir auch. Auf der Webseite von Brot am Haken findest du eine Liste aller Läden, die bei dem Projekt mitmachen.

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